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Sportbuzzer Freude pur - trotz des vergessenen Chips
Sportbuzzer Freude pur - trotz des vergessenen Chips
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00:18 22.04.2015
„Alles richtig gemacht“: Die Mitglieder der HAZ-Laufgruppe hatten ihren großen Tag. Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

Zufriedenheit, wohin man auch blickte. Nein, nicht ganz: Tinna Pedersen hatte gerade den ersten Marathon ihres Lebens erfolgreich beendet und strahlte am Neuen Rathaus mit der Frühlingssonne um die Wette.

Nicht nur auf der Strecke, sondern auch neben der Strecke wurden Höchstleistungen im Anfeuern abgeliefert. Hier einige Impressionen vom Streckenrand.

Und dann dies: In der Ergebnisliste tauchte die 48-Jährige nicht auf.

Bei der ganzen Aufregung hatte sie den Chip, der zur Zeitmessung dient, zu Hause vergessen. „Macht nichts“, sagte die Dänin, die seit 24 Jahren in Hannover lebt und die sich ihrer Freudentränen im Ziel nicht schämte. Sie hatte beim Lauf ja selbst mitgestoppt; 4:50 Stunden brauchte sie bei ihrem Debüt, wie sie anderen Mitgliedern der großen HAZ-Vorbereitungsgruppe stolz berichtete. Und diese Leistung kann ihr niemand nehmen, auch wenn sie offiziell nirgendwo nachzulesen sein wird.

Nicht nur das: Pedersen, unterwegs angefeuert von den Töchtern Anna und Emma und auf der Strecke auf dem Fahrrad unterstützt von Ehemann Morten, hat gestern Lust auf mehr bekommen. Sie will jetzt bei einem „richtig großen Marathon“ starten, wie sie sagt. Hannover war für sie der perfekte Einstieg. Und sie ist froh, dass sie sich der HAZ-Gruppe angeschlossen hatte.

„Es war hart in den vergangenen Monaten“, sagte sie. „Aber es hat sich ausgezahlt.“ Den letzten Kick, es schaffen zu können, gab ihr im März der Lauf ums Steinhuder Meer.

108 Hobbyläufer hatten sich im November 2014 zum gemeinsamen Training mit Markus Pingpank angemeldet, 81 präsentierten gestern stolz ihre Medaillen, nachdem sie die 42 Kilometer, die Halbmarathondistanz oder die 10 Kilometer bewältigt hatten. Viele schafften dabei eine neue persönliche Bestzeit. Heico Bornemeier (53) war in 4:05 Stunden beim Marathon um fünf Minuten schneller. „Da habe ich in der Vorbereitung wohl alles richtig gemacht“, sagte er. Seine Frau Bettina (45) schwebte ebenso auf Wolke sieben.

„Mein erster Halbmarathon, und dann in 2:15 Stunden im Ziel, besser hätte es nicht laufen können“, sagte sie. Zwei Minuten weniger waren es bei Catrin Hanisch. „So, wie ich es haben wollte“, sagte sie nach einem Lauf, „der mir viel Spaß gemacht hat“. Unda Karlshaus (46) blieb bei ihrem Debüt in 1:56 sogar unter zwei Stunden und war sichtlich glücklich. Auch Torsten Mensing (51), der erstmals Gruppenerfahrung sammelte, war bei seinem fünften Halbmarathon in 2:10 so schnell wie nie zuvor.

Des Lobes voll waren auch viele andere. Trainer Pingpank stimmte nur eines etwas nachdenklich: Mehr Läufer aus der von ihm betreuten Gruppe als sonst hatten vom Plan Abstand genommen, die volle Distanz zu absolvieren, und auf den „Halben“ umgemeldet. „Die Zeit von fünf Monaten im Vorfeld war dieses Mal zu kurz“, sagte er.

Comeback nach Herzinfarkt: Nach einem Herzinfarkt stand Carsten Fleisch erstmals wieder an der Startlinie eines Marathons - und kam in 3:52 Stunden bestens über die große Runde durch die Stadt. „Alles gut“, sagte er. Der 44-Jährige ließ keinen Getränkestand aus und hatte seine Pulsuhr immer im Blick.

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