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Foodtrends Das perfekte Katerfrühstück für den Morgen danach
Thema F Foodtrends Das perfekte Katerfrühstück für den Morgen danach
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00:15 03.01.2017
An Silvester ein paar Gläser Sekt zu viel gehabt? Mit Finkbeiners Katerfrühstück ist der Morgen danach schnell überstanden. Quelle: Archiv/M
Hannover

Man kann ja über Wikipedia denken, was man will, aber es gibt nur wenige Themen, zu denen die vorlaute Online-Enzyklopädie nichts zu sagen hat. Möchte man von der Datenbank zum Beispiel wissen, was sich hinter einem Kater verbirgt, so wird man recht schnell darüber aufgeklärt, dass es sich bei der sogenannten „Alkoholintoxikation“ um „das Unwohlsein und die Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eines Menschen infolge einer leichteren Alkoholvergiftung“ handelt.

Umgangssprachlich: Seegang im Hirn, Flaute im Magen. Kennt jeder, muss man eigentlich nicht googeln. Aber was tun, wenn der Morgen noch am Vormittag graut, sich der erste Tag des neuen Jahres mal wieder sehr aufdringlich präsentiert? Wikipedia weiß auch hier Bescheid und empfiehlt als adäquate Gegenmittel Kühlkompressen für den Kopf oder Magentees. So. Und jetzt ist Schluss mit der Onlinerecherche - ernsthaft, wer will Neujahr schon mit Fencheltee in der Hand und Waschlappen im Gesicht verbringen?

Ein leichter Kater muss doch genussvoller in den Griff zu kriegen sein! Nachgehakt bei einem Mediziner: Was malträtiert den Körper nach einer langen Silvesternacht? „Bis ins letzte Detail ist das nicht geklärt, aber klar, Alkohol und Zwischenprodukte wie Acetaldehyd oder Formaldehyd, die bei der Verstoffwechselung im Körper entstehen, sind giftig. Man vermutet, dass auch Beistoffe zum dicken Schädel führen, die sogenannten Fuselöle“, erklärt Frank Henneicke, Facharzt für Allgemein- und Notfallmedizin.

Alkohol unterdrückt außerdem ein körpereigenes Hormon, das ADH (Antidiuretisches Hormon), wodurch der Körper Wasser verliert und damit auch Vitamine wie B1, B6 und C, vor allem aber auch Elektrolyte, also Salze wie Kalzium, Kalium und Magnesium. „Deswegen haben viele Menschen am Tag danach Lust auf salzige Speisen. Der Körper signalisiert, dass er genau das benötigt. Man greift also durchaus zu Rollmops oder Salzstängel, nur Mineralwasser genügt meistens nicht als Ausgleich“, sagt der Mediziner, der sowohl in einer Praxis in Springe als auch in der Ambulanz der MHH tätig ist.

Mineralwasser, Rollmops und Salzstängel? Klingt wie Medizin. Aber die Zufuhr von Flüssigkeit, Mineralien, B- und C-Vitaminen, das ist genussvoll hinzukriegen: beispielsweise mit Hühnerbrühe, Vollkornreis, diversen Gemüsen und Früchten. Dann noch Ingwer, Kräuter und Gewürze, um die Lebensgeister zu wecken, und Chili, damit sich die Fuselöle ordentlich erschrecken - et voilà! Das ultimative Katerrezept ist konzipiert. Es wurde im Übrigen über die Weihnachtsfeiertage getestet, somit in der Praxis überprüft (funktioniert und schmeckt).

In diesem Sinne: Prost Neujahr!

Das Neujahrsrezept - Hühnerbrühe mit Reis und Kräutern

Zutaten (für 4 Personen):
Brühe und Hühnerfleisch: 350 g Möhren, 15 g Ingwerwurzel, 250 g Zwiebeln, 20 g frischer Knoblauch, 1 TL Koriandersamen, 1 kleines Stück Zimtstange (3-4 cm), 1 Sternanis, 1 kl. Chilischote, scharf, 
4 große Hähnchenschenkel (à 250 g), 1 kleiner Bund krause Petersilie (20 g), 5 Limettenblätter, Salz, Öl zum Anbraten.

Anrichten: 250 g Vollkornreis, 1 Möhre (100 g), 1 Bund Schnittlauch (15 g), 1 Handvoll Korianderblättchen, etwas 
Butter zum Anbraten, 2 Limetten.     

Zubereitung: Die Möhren und die Ingwerwurzel waschen und mit Schale in Scheiben zerteilen (bei den Möhren den Strunk entfernen). Die Zwiebeln schälen, in Streifen schneiden. Knoblauch grob hacken. Öl in einem Topf bei mittlerer bis hoher Hitzezufuhr erwärmen. Gemüse und Gewürze anrösten. Hähnchenschenkel am Gelenk in Ober- und Unterkeule durchtrennen und hinzugeben. Salzen und mit zwei Litern kaltem Wasser auffüllen. Petersilie und Limettenblätter hinzugeben. Eine Stunde bei niedriger Hitze zugedeckt köcheln lassen, danach Herd abstellen und auskühlen lassen. Brühe in einen separaten Topf abseihen. Erwärmen. Mit Salz nachschmecken. Das Hühnerfleisch grob vom Knochen lösen. Den Reis kochen. Die Möhre schälen, in Scheibchen schneiden und in etwas Butter bissfest garen. Die Kräuter waschen und hacken. Fleisch, Reis und Möhren auf vier Schüsseln verteilen. Mit heißer Brühe auffüllen, mit den gehackten Kräutern bestreuen und mit Limettensaft beträufeln.

Von Hannes Finkbeiner

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