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Foodtrends Hier kann man Heidelbeeren selber pflücken
Thema F Foodtrends Hier kann man Heidelbeeren selber pflücken
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14:07 20.07.2018
Erntehelfer pflücken auf einer Heidelbeerplantage in der Wedemark Heidelbeeren. Quelle: Silas Stein
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Hannover

Für alle Heidelbeer-Fans beginnt nun eine besondere Zeit. Die Saison der kleinen blauen Früchte beginnt nun und endet erst wieder im September. In dieser Zeit hat die niedersächsische Blaubeergarten GmbH, eine Erzeugergruppe von fünf verschiedenen Höfen rund 50 Kilometer nördlich von Hannover (www.blaubeergarten.de), jede Menge zu tun. Rund 1000 Tonnen Heidelbeeren liefert der Verbund im Jahr – je nach Ernteertrag – an den Einzelhandel. Einige Esser bevorzugen aber nicht die Heidelbeeren aus dem Supermarkt, sondern gehen lieber selbst auf die Suche nach den Heidelbeeren. Dafür gibt es extra Plantagen, auf denen Heidelbeeren selbst gepflückt werden können. 

Blaubeeren pflücken in der Nähe von Hannover

Wer selbst Heidelbeeren pflücken will, kann das auf diesen Höfen in der Nähe von Hannover tun: 

  • Heermanns Blaubeerland, Grethemer Hauptstraße 35, 29690 Grethem, www.blaubeerland.de, Pflücken täglich von 9.30 Uhr bis 18 Uhr
  • Heidelbeerplantage Leitke, Am Hoper Bahnhof 1, 29690 Schwarmstedt, www.leitke.de, Pflücken Montag bis Sonnabend von 9 bis 17 Uhr
  • Deecke Landwirtschaftlicher Betrieb, Bahnhofstraße 16, 29331 Lachendorf, www.deecke-heidelbeeren.de, Pflücken täglich von 9 bis 17 Uhr
  • Heidelbeerplantage Vogeler, Zum Weidegut 2, 31634 Steimbke, www.vogeler-heidelbeeren.de, Pflücken täglich von 9 bis 19 Uhr
  • Obsthof Rieke, Blaubeerweg 1, 31535 Neustadt am Rübenberge, www.obsthof-rieke.de, Pflücken täglich von 8 bis 19 Uhr
  • Bickbeernhof, Brokeloher Hauptststraße 37, 31628 Landesbergen, www.bickbeernhof.de, Pflücken täglich von 9 bis 18 Uhr 
  • Brelinger Heidelbeerplantage, Scharreler Weg 101, 30900 Wedemark, www.hof-soltau.de, Pflücken donnerstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr
  • Heidelbeerpark Altwarmbüchen, Alter Postweg 10, 30961 Isernhagen, www.heidelbeerpark.de, Pflücken - bei gutem Wetter - samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Werktagen meistens nachmittags (siehe www.heidelbeerpark.de)

Unterschieden wird die Zucht- oder Kulturheidelbeere, eine im 19. Jahrhundert gezüchtete Form der Amerikanischen Heidelbeere, deren Schale blau, das Fruchtfleisch hingegen weiß ist. Zähne und Mund verfärben sich deswegen kaum. Zudem sind sie fast doppelt so groß wie die wilde Variante – aber leider nicht so aromatisch. Die Wilde Heidelbeere ist demgegenüber sehr kleinwüchsig. Die Schale und das Fruchtfleisch sind gleichermaßen blau und verfärben beim Verzehr auch Zähne und Mund. Gesammelt werden die Beeren in Deutschland meist nur noch von Privatpersonen in den Monaten Juli bis September.

„Wilde Heidelbeeren sind einfach die besten. Sie wachsen aber nur an wenigen Stellen in den angrenzenden Wäldern und sind in unserer Gegend eine Rarität“, sagt Gerhard Decker von der Heidelbeerplantage Decker & Hahnel – nur 20 Kilometer nördlich von Hannover. In der Wedemark liegt der Familienbetrieb, der seit 40 Jahren im Geschäft ist. Bis Mitte September lassen sich dreimal in der Woche neuseeländische und amerikanische Zuchtsorten pflücken, das Kilogramm zu 3,20 Euro. „Besonders sonntags kommen viele Familien mit Kindern, da freuen wir uns immer.“

Heidelbeeren enthalten viel Vitamin-C, Karotine, Mineralstoffe und insbesondere sekundäre Pflanzenstoffe – das sind gesundheitsfördernde Substanzen. Nicht zuletzt ihretwegen wird dem Obst eine große Bedeutung in der Ernährungswissenschaft und Medizin zuteil. „Kunden kaufen bei uns gerne Heidelbeersaft, sie sagen, sie fühlen sich davon besser“, bestätigt auch Jochen Rieke vom Obsthof Rieke in Neustadt. Hier gibt es neben der Möglichkeit zum Selbstpflücken auch einen Hofladen mit Marmeladen, Säften, Sekt und Wein. Wer etwas bequemer ist, kann auch pflücken lassen. Außerdem ist ein Café angeschlossen. „Unsere Waffeln mit Heidelbeeren, Sahne und Eis sind da ein Renner“, sagt Rieke lachend.     

Der Heidelbeekuchen wird traditionell mit Zucker bestreut.

Heidelbeerkuchen mit Streuseln

Rezept zum Heidelbeerkuchen: 

Zutaten
Streusel: 110 Gramm Mehl, 90 Gramm Butter, 100 Gramm Zucker, 60 Gramm gemahlene Mandeln, ein halber Teelöffel Zimt.
Rahmguss: 2 Eier, 60 Gramm Zucker, 250 Gramm Schmand.
Kuchen: Etwas Butter zum Ausfetten der Kuchenform (32 Zentimeter Durchmesser) Mürbeteig (nach gängigem Rezept), 120 Gramm Butterkekse, 1 Kilogramm Heidelbeeren (wenn möglich wilde Heidelbeeren), ein bis zwei Esslöffel Zucker, ein halber Liter Schlagsahne.

Zubereitung
Streusel: Alle Zutaten für die Streusel vermischen, anschließend mit den Händen verkneten, bis sich Klümpchen bilden. Bröselig zerreiben.
Rahmguss: Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Schmand unterrühren.
Kuchen: Ofen auf 170 Grad (Umluft) vorheizen. Den Teig auswellen und in einer mit Butter eingefetteten Kuchenform auslegen. Kekse mit einem Wellholz grob zermahlen. Den Boden mit einem Drittel der Butterkekse bestreuen, den Rest mit dem Rahmguss unter die Heidelbeeren mischen. Die Masse in die Backform füllen. Streusel darauf verteilen. Den Heidelbeerkuchen 40 bis 50 Minuten backen. 5 Minuten vor Ende der Backzeit den Kuchen mit ein bis zwei Esslöffeln Zucker bestreuen. Mit geschlagener Sahne servieren     

Von Hannes Finkbeiner / jok

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