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D-Linie: Hintergrund zum Stadtbahn-Streit Hannovers Wirtschaft kritisiert Rot-Grün wegen D-Linie
Thema Specials D-Linie: Hintergrund zum Stadtbahn-Streit Hannovers Wirtschaft kritisiert Rot-Grün wegen D-Linie
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13:53 02.02.2013
Von Bernd Haase
Die D-Linie sorgt in Hannover weiter für Diskussionen. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Hannovers Wirtschaft zeigt sich nach dem Beschluss von SPD und Grünen zum Stadtbahnbau auf der D-Linie tief vergrätzt und kritisiert die Informationspolitik der beiden Fraktionen und der Verwaltung. Von Aktionen wie etwa Demonstrationen, Unterschriftensammlungen oder juristischem Widerstand will sie aber absehen. „Das sind keine vernünftigen Lösungen; wir suchen immer noch den Konsens“, erklärt Bernd Voorhamme, Vorsitzender der City-Gemeinschaft. Lediglich Buchhändler Klaus Eberitzsch, Sprecher der Aktion Lister Meile, kündigt an, rechtliche Möglichkeiten beim Planfeststellungsverfahren für den Stadtbahnbau ausnutzen zu wollen. Ullrich Thiemann, Geschäftsführer vom Handelsverband Hannover, bringt eine Bürgerbefragung ins Spiel.

SPD und Grüne wollen die Stadtbahntrasse für die Linien 10 und 17 durch die City zum Raschplatz im Bereich Rundestraße führen. „Das sind unqualifizierte Planungen, die schwere Nachteile für den innerstädtischen Handel zur Folge haben“, sagt Voorhamme. Die Region drücke der Stadt eine Strecke auf, bei der 40 Millionen Euro an Steuergeldern für ein paar Fahrgäste ausgegeben würden, die zum Raschplatz wollten. Die sogenannte Scheelhaase-Lösung, bei der die Bahnen teils unterirdisch, teils oberirdisch zu einer Endhaltestelle am Steintor fahren würden, sei die praktikablere Lösung.

Die Wirtschaftsvertreter befürchten, dass die jetzt mehrheitsfähigen Stadtbahnpläne den Fußgänger- und vor allem den Autoverkehr in der Innenstadt abwürgen. Schillerstraße und Mehlstraße könnten zusätzliche Fahrzeuge nicht verkraften, die Zufahrt zu den Parkhäusern werde massiv behindert. „40 Prozent unserer Kunden kommen aber mit dem Auto“, verdeutlicht Michael Prause, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof.

Auf all diese Probleme habe man Stadt- und Regionsverwaltung sowie die Politik aufmerksam gemacht, habe aber zunächst nur ausweichende Antworten erhalten. Seit Mitte November habe dann Funkstille geherrscht, vor dem jetzt gefassten Beschluss sei man überhaupt nicht mehr konsultiert worden.

Bei Voorhamme werden ungute Erinnerungen wach. „Vor ein paar Jahren wurden Straßen in der Innenstadt zeitweise durch Poller für Autos gesperrt. Damals sind viele Geschäfte in die Insolvenz gegangen.“ Die Poller habe man wieder entfernen können - bei der Stadtbahn sei dies nicht möglich.

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