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D-Linie: Hintergrund zum Stadtbahn-Streit Initiative Pro-D-Tunnel befürchtet Chaos an der Kurt-Schumacher-Straße
Thema Specials D-Linie: Hintergrund zum Stadtbahn-Streit Initiative Pro-D-Tunnel befürchtet Chaos an der Kurt-Schumacher-Straße
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00:15 26.04.2013
Von Bernd Haase
Viel Verkehr, wenig Platz – so könnte sich die alltägliche Lage vor dem Ernst-August-Platz künftig darstellen. Quelle: privat
Hannover

Die Stadtbahnen sollen künftig vor dem Ernst-August-Platz abbiegen und zur Endhaltestelle am Raschplatz hinter der Einmündung Rundestraße fahren. Mirko Ropertz vom Verein Pro-D-Tunnel hat am Computer sogenannte Visualisierungen erstellt: So könnte die Verkehrssituation in der Kurt-Schumacher-Straße künftig aussehen, wenn die oberirdische Stadtbahnlinie in der Innenstadt wie von Region und Stadt geplant behindertengerecht ausgebaut ist.

Ropertz hat für seine Computeranimation die Pläne und Formulierungen zugrunde gelegt, die sich in den Beschlussdrucksachen für Rat und Regionsversammlung finden. Dort heißt es, die Bahnen sollen in der Kurt-Schumacher-Straße „aufgrund der vielseitigen konkurrierenden Nutzungsansprüche bei gleichzeitig geringer Straßenraumbreite grundsätzlich straßenbündig auf einer gemeinsamen Spur mit dem Autoverkehr geführt werden“. Durch optimale Signalsteuerungen werde sichergestellt, dass Busse und Bahnen Vorrang genießen. Gehwege mit Parkstreifen, Radfahrstreifen und Baumpflanzungen würden den Straßenzug städtebaulich aufwerten.

Busse und Bahnen sollen in der belebten Straße Vorrang genießen.

Gegen diese Ausbauvariante hatte unter anderem die Üstra Bedenken angemeldet. Gunnar Straßburger, Bereichsleiter Stadtbahn bei dem Verkehrsunternehmen, rechnet mit Behinderungen zum Beispiel durch ein- und ausparkende Autos sowie durch Lieferverkehr, und er halte es deshalb für dringend geboten, den Fahrzeugverkehr in der Innenstadt zu reduzieren.

Von all dem haben sich SPD und Grüne mit ihren Mehrheiten in den politischen Gremien am Ende nicht beeindrucken lassen – das gilt auch für die anfänglich kritischen Stadthannoveraner. Am Donnerstag wird der Rat abstimmen. Dann sind alle notwendigen politischen Beschlüsse gefasst. Die Verwirklichung des 50-Millionen-Euro-Projektes hängt dann davon ab, ob das Land sich an der Finanzierung beteiligt.

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