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D-Linie: Hintergrund zum Stadtbahn-Streit Raschplatz-Hochstraße vor dem Abriss
Thema Specials D-Linie: Hintergrund zum Stadtbahn-Streit Raschplatz-Hochstraße vor dem Abriss
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06:16 02.09.2012
Von Andreas Schinkel
Die Raschplatz-Hochstraße soll der Stadtbahnlinie 10 weichen. Quelle: Archiv
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Hannover

In der hitzigen Debatte um den Ausbau der D-Linie nimmt der Verkehrsdezernent der Region, Ulf-Birger Franz (SPD), Dampf aus dem Kessel. „Ende September oder Anfang Oktober legen wir unsere Planungen vor. Bis dahin wird alles geprüft, und es gibt auch noch keine Vorentscheidungen“, betont Franz. Fest stehe aber, dass die Stadtbahnlinie 10 bis zum Platz der Kaufleute nahe dem Schiffgraben fahren soll. Das sei der „Planungsauftrag“. In der Konsequenz bedeutet das, die Raschplatz-Hochstraße abzureißen. Verkehrsexperten hatten stets betont, dass die Hochstraße weichen müsse, falls die Linie 10 auf der Berliner Allee weiterrollt. Nach Berechnungen der Stadt kostet der Abriss mindestens 12,5 Millionen Euro. Jetzt hoffen Stadt und Region, dass die Kosten aus dem Fördertopf des Landes für den Stadtbahnausbau bezahlt werden können.

Stadt und Region hatten vor der Sommerpause ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das Streckenführung und mögliche Haltestellen der Stadtbahnlinie 10 unter die Lupe nehmen sollte. Details des Gutachtens sind bereits durchgesickert und haben in der Regionspolitik Unmut hervorgerufen. Grüne, CDU und SPD monierten, dass nach den neuesten Plänen ein Haltepunkt in Bahnhofsnähe fehle. Denn das Gutachten rate zu einem Hochbahnsteig auf der Kurt-Schumacher-Straße in Höhe der Herschelstraße.

Die CDU-Ratsfraktion schlägt jetzt vor, einen Hochbahnsteig im östlichen Bereich des Ernst-August-Platzes zu bauen und die Linie 10 wie bisher zum Aegi fahren zu lassen. Die FDP-Fraktion wünscht sich einen „ergebnisoffenen Bürgerdialog“ über den D-Linienausbau. „Das Gutachten muss öffentlich gemacht werden“, fordert FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke.   

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