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Damals in Hannover Das sind Hannovers verlorene Orte
Thema Specials Damals in Hannover Das sind Hannovers verlorene Orte
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19:48 03.05.2018
Gibt es heute nicht mehr: Das Rittergut Döhren - im Volksmund "Tränenburg" genannt. Quelle: Wilhelm Hauschild
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Hannover

Auch der massive Protest der Hannoveraner rettete die Garnisonskirche am Goetheplatz nicht –  sie wurde 1959/60 abgerissen. Die legendäre Wasserkunst fiel 1963/1964. Und nur zwei Jahre darauf wurde das Friedrikenschlösschen am Landtag abgerissen, 1817 von Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves errichtet. Es sind nur drei Beispiele von vielen, die die sogenannte "Zweite Zerstörung" der Stadt beschreiben: In den 60er Jahren wurden im Auftrag von Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht zahlreiche historische Gebäude, die den Krieg überstanden hatten, abgerissen.

Hannovers verlorene Orte: Viele Bauwerke in Hannover haben die Zeit nicht überdauert. Einige wurden während des Krieges zerstört, andere existieren aus anderen Gründen nicht mehr – und sind für immer verloren.

Hillebrecht war ein „Bauhausmann“, er verehrte den klassizistischen Baustil, lehnte den Historismus ab. So ließ er bis in die 1970er Jahre hinein zahlreiche gründerzeitliche Gebäude in Hannover beseitigen. Zudem ging es ihm auch um ein um eine "autogerechte" Innenstadtplanung. Der Bau großer Autotrassen (wie Hamburger Allee,Berliner Allee und Leibnizufer) durch die Innenstadt führte zur weiteren Auflösung der vor dem Krieg dichten Bebauung.

Doch auch zu anderen Zeiten verlor Hannover sehenswerte Bauwerke. Viele fiel den Bomben der Alliierten im Zweiten Weltkrieg zum Opfer, andere mussten schlichtweg moderneren Neubauten weichen. Und so veränderte sich das Stadtbild stetig – aber sehen Sie selbst.

Weiterlesen: Das historische Hannover in Bildern

mic

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