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Damals in Hannover Nicht mit uns! Hannover protestiert
Thema Specials Damals in Hannover Nicht mit uns! Hannover protestiert
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19:37 28.07.2013
Studenten der MHH demonstrieren 1977 am Kröpcke für Ausbildungsverträge, Tarifvertrag und Bezahlung im praktischen Jahr – mit Gitarre und Megaphon. Quelle: Wilhelm Hauschild
Hannover

Wer die zündende Idee hatte, ist bis heute nicht bekannt. Aber funktioniert hat sie: Elf Tage lang hat Hannover 1969 eine bundesweit beispiellose Solidaritätsaktion erlebt, an deren Spitze „normale Bürger“ ebenbürtig mit Studentenbewegten, linken Jusos und lokalen Kabarettisten für einen besseren Nahverkehr stritten. Tausende Hannoveraner blockierten Gleise, und noch mehr klebten sich einen roten Punkt in die Windschutzscheiben ihrer Autos, Symbol für die Bereitschaft, andere Menschen kostenlos zu chauffieren. Am Ende zwang der Protest die damals noch private Üstra in die Knie.

Von der Aktion "Roter Punkt" bis zum Abtreibungsparagrafen: Historische Bilder von Demonstrationen und Protestaktionen der vergangenen Jahrzehnte. Mit Bildern von HAZ-Fotoreporter Wilhelm Hauschild (1902-1983).

Auslöser der Revolte mit dem „Roten Punkt“ ist die Tarifpolitik der Üstra. Zum 1. Juni 1969 genehmigt sie sich eine neuerliche Preiserhöhung. Der von Fahrgästen meistgenutzte Sammelschein soll statt wie bisher 50 nun fast 67 Pfennig kosten, was einem Aufschlag von rund 33 Prozent entspricht. Das bringt das Fass zum Überlaufen – auch, weil es Mitgliedern der Außerparlamentarischen Opposition (APO) gelingt, die Wut über den Nahverkehr mit einer allgemeinen Systemkritik zu verbinden.
Der HAZ-Fotoreporter Wilhelm Hauschild (1902-1983) hat die Aktion in Bildern festgehalten, und er war auch dabei, als es in den Folgejahren erneute Demonstrationen unter dem Symbol des roten Punktes gab. Doch nicht über den Protest gegen die Farpreiserhöhung lassen sich viele sehenswerte Bilder in Hauschilds umfangreichem Archiv finden. Hannover ist immer wieder und zu verschiedenen Anlässen auf die Straße gegangen. Sei es, um gegen den Paragrafen 218 einzutreten oder gegen die Suspendierung des beliebten Universitätsprofessors Peter Brückner.
Aber sehen Sie selbst.

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