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Bill Clinton wirbt für Barack Obama

Noch sechs Tage Bill Clinton wirbt für Barack Obama

Wenn die Not am größten ist, können sich die Demokraten immer noch auf ihr altes Schlachtross Bill Clinton verlassen. Der 41. Präsident der USA ist als Ersatzmann eingesprungen und macht anstelle seines Nachnachfolgers Barack Obama Wahlkampf.

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Ex-US-Präsident Bill Clinton hat Barack Obama im Wahlkampf unterstützt.

Quelle: dpa

Washington.  Mit geradezu persönlicher Leidenschaft wirbt Clinton für die Wiederwahl des amtierenden Präsidenten, der derzeit mit den Verwüstungen des Hurrikans „Sandy“ vollauf beschäftigt ist. Immerhin ist Obama der Chef seiner Frau, Außenministerin Hillary Clinton. Der Republikaner John McCain, glückloser Kandidat von 2008, unterstellt „41“ denn auch eine gewisse Eigennützigkeit: Clinton lege sich nur so für den Demokraten ins Zeug, damit Hillary 2016 bessere Startchancen bei einer Bewerbung um den Chefsessel im Weißen Haus habe.

Erlebt Amerika am 6. November ein Patt? Die Umfragen sehen für Obama und Mitt Romney derzeit fast identische Werte. Sollte sich daran am Wahltag nichts Wesentliches ändern, sollten beide gar gleich viele Wahlmännerstimmen bekommen, müsste der Verfassung nach der Kongress den Präsident und seinen Vize wählen. Und da wird’s spannend: Das republikanisch dominierte Repräsentantenhaus bestimmt den Präsidenten – das wäre der Republikaner Romney. Der demokratisch dominierte Senat wählt den Vize – das wäre der Demokrat Joe Biden. Der größten Industrienation der Welt stünde in diesem Falle eine Große Koalition ins Haus.

Angesichts der Sturmschäden kommt Mitt Romney seine frühere Forderung teuer zu stehen, die nationale Katastrophenschutzbehörde FEMA aufzulösen und die Kompetenzen auf die einzelnen Bundesstaaten und die Privatwirtschaft zu verteilen. So fragte die „New York ­Times“ gestern: „Wenn die Bundesstaaten die Hilfe organisieren sollen, wer entscheidet dann, wer diese Hilfe am nötigsten hat?“ Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kursieren hämische Bemerkungen, wie Romneys Ratschlag in Notsituationen lauten könnte: „Sie sollten sofort die gefährdeten Regionen verlassen und Schutz in ihren Zweithäusern suchen.“

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Live-Ergebnisse

Fakten zur Wahl
Die Kandidaten
Barack Obama Joe Biden (Vize)
Berufliche Stationen
geboren 1961 auf Hawaii geboren 1942 in Pennsylvania
1985-88: Sozialarbeiter in Chicago 1968 : Jura-Examen in New York
1991 : Jura-Examen in Harvard ab 1968 : Anwalt in Delaware
ab 1992 : Bürgerrechtsanwalt und Uni-Dozent  
Politische Stationen
1996 : Wahl in den Senat von Illinois 1973 : Wahl in den US-Senat für Delaware
2004 : Wahl in den US-Senat für Illinois 2001-2003, 2007-2009 : Vorsitz im außenpolitischen Ausschuss
seit 2009 : US-Präsident seit 2009 : US-Vizepräsident
Wahlkampfspenden
556 Mio. US-Dollar
Alle Präsidenten der USA
Die Kandidaten
Mitt Romney Paul Ryan (Vize)
Berufliche Stationen
geboren 1947 in Detroit geboren 1970  in Wisconsin
1967-69: mormonischer Missionar in Frankreich 1992 : Abschluss in Wirtschafts- und Politikwissenschaften
ab 1975 : Unternehmensberater 1992-99 : Marketingberater für das Bauunternehmen seiner Familie
1984 : Gründung einer Investmentfirma  
Politische Stationen
2003-2007 : Gouverneur von Massachusetts 1992-1999 : Redenschreiber, Mitarbeiter republikanischer Politiker
2008, 2012 : Bewerbung um die republikanische Präsidentschaftskandidatur seit 1999 : Kongressabgeordneter
Wahlkampfspenden
339,8 Mio. US-Dollar