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Kampf ums Weiße Haus Bill Clinton wirbt für Barack Obama
Thema Specials US-Präsidentschaftswahl 2012 Kampf ums Weiße Haus Bill Clinton wirbt für Barack Obama
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10:58 05.11.2012
Von Stefan Koch
Ex-US-Präsident Bill Clinton hat Barack Obama im Wahlkampf unterstützt. Quelle: dpa
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Washington

 Mit geradezu persönlicher Leidenschaft wirbt Clinton für die Wiederwahl des amtierenden Präsidenten, der derzeit mit den Verwüstungen des Hurrikans „Sandy“ vollauf beschäftigt ist. Immerhin ist Obama der Chef seiner Frau, Außenministerin Hillary Clinton. Der Republikaner John McCain, glückloser Kandidat von 2008, unterstellt „41“ denn auch eine gewisse Eigennützigkeit: Clinton lege sich nur so für den Demokraten ins Zeug, damit Hillary 2016 bessere Startchancen bei einer Bewerbung um den Chefsessel im Weißen Haus habe.

Erlebt Amerika am 6. November ein Patt? Die Umfragen sehen für Obama und Mitt Romney derzeit fast identische Werte. Sollte sich daran am Wahltag nichts Wesentliches ändern, sollten beide gar gleich viele Wahlmännerstimmen bekommen, müsste der Verfassung nach der Kongress den Präsident und seinen Vize wählen. Und da wird’s spannend: Das republikanisch dominierte Repräsentantenhaus bestimmt den Präsidenten – das wäre der Republikaner Romney. Der demokratisch dominierte Senat wählt den Vize – das wäre der Demokrat Joe Biden. Der größten Industrienation der Welt stünde in diesem Falle eine Große Koalition ins Haus.

Angesichts der Sturmschäden kommt Mitt Romney seine frühere Forderung teuer zu stehen, die nationale Katastrophenschutzbehörde FEMA aufzulösen und die Kompetenzen auf die einzelnen Bundesstaaten und die Privatwirtschaft zu verteilen. So fragte die „New York ­Times“ gestern: „Wenn die Bundesstaaten die Hilfe organisieren sollen, wer entscheidet dann, wer diese Hilfe am nötigsten hat?“ Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kursieren hämische Bemerkungen, wie Romneys Ratschlag in Notsituationen lauten könnte: „Sie sollten sofort die gefährdeten Regionen verlassen und Schutz in ihren Zweithäusern suchen.“

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Im religiös geprägten Amerika erinnert man sich wieder an die Redensart „Der Mensch denkt, Gott lenkt“. Mehr als 100 Millionen Dollar hatten die Wahlkampfteams von Barack Obama und Mitt Romney in dieser Woche für TV- und Radio-Werbespots reserviert. Doch angesichts des Supersturms „Sandy“ werden viele dieser Aufträge storniert.

Stefan Koch 30.10.2012

Florida geht wohl an Mitt Romney. Davon ist inzwischen nicht nur das Kampagnenteam des Republikaners überzeugt. Auch die meisten Umfrageinstitute sehen die 29 Wählerstimmen des Sonnenscheinstaats derzeit bei Romney. Da kann er es verschmerzen, dass der heraufziehende Hurrikan ,,Sandy“ seine Florida-Tour am Wochenende abgekürzt hat.

Stefan Koch 29.10.2012

Die amerikanischen Medien halten sich  auch in diesem Jahr an die Tradition und sprechen eine Wahlempfehlung aus. Die „Washington Post“ hat ihren Lesern am Freitag Amtsinhaber Barack Obama zur Wiederwahl anempfohlen. Die Begründung: Trotz einiger Enttäuschungen sei der Demokrat besser als sein konservativer Herausforderer geeignet, „das Land auf sichereren finanziellen Grund zu steuern“.

Stefan Koch 27.10.2012
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