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Specials „Wir sind in guter Verfassung“
Thema Specials „Wir sind in guter Verfassung“
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14:59 15.06.2018
Thomas Düffert ist seit dem Jahr 2013 Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung.  Quelle: Madsack

„Bei Madsack ging es und geht es am Ende immer um die Freiheit. Um die journalistische Freiheit. Um die unternehmerische Freiheit. August Madsack war einerseits Journalist – „Zeitung machen kann man nur mit dem Herzen“, dieser Satz stammt von ihm. Da sprach der Vollblutjournalist, der wusste, dass Journalismus nur dann gut ist, wenn man ihn mit Leidenschaft betreibt und der wusste, dass Journalismus auch nur dann gut ist, wenn er unabhängig, ungebunden und keinen anderen Interessen außer der Wahrheit verpflichtet ist. 

August Madsack und natürlich auch sein Sohn Erich mussten sich die journalistische Freiheit immer wieder gegen erheblichen äußeren Druck erarbeiten – viel mehr als die Generationen danach. Journalistische Freiheit ist bis heute das Fundament unseres Unternehmens. 

August Madsack war andererseits aber auch ein kluger Unternehmer. Er wusste:  Journalistische Freiheit gibt es dauerhaft nur, wenn der Verlag auch wirtschaftlich unabhängig ist. ... Wirtschaftliche Unabhängigkeit kann sich ein Verlag nur  erarbeiten, wenn man im wahrsten Sinne des Wortes etwas „unternimmt“, etwas gestaltet. Da sind sich Journalist und Unternehmer übrigens überraschend wesensgleich. Die journalistische wie die unternehmerische Freiheit muss nicht nur immer wieder erarbeitet, gesichert und ausgebaut werden – sondern die Freiheiten müssen dann auch mutig und entschlossen genutzt werden. ... 

Dennoch stellen wir uns heute elementare Fragen: Welche Zukunft haben Zeitungsverlage? Welche Zukunft hat unabhängiger Journalismus?  Diese Frage ist nicht nur für Madsack eine Schicksalsfrage. Eine demokratische und freiheitliche Gesellschaft ist ohne unabhängigen Journalismus nicht vorstellbar; und umgekehrt gilt ebenso: Eine Gesellschaft ohne einen freien und unabhängigen Journalismus ist nicht wirklich demokratisch.

Und auch wenn es bei der Verteidigung der Pressefreiheit in Deutschland heute glücklicherweise nicht mehr um Leben und Tod geht, so bleibt die Herausforderung der Digitalisierung ebenfalls existenziell: Freier und unabhängiger Journalismus wird nur dann weiter existieren, wenn er finanzierbar ist. Wir brauchen also wieder beides: eine journalistische und eine unternehmerische Antwort. Und das nicht nur bei Madsack. ...

Die pure Existenz einer starken journalistischen Stimme vor Ort sollte für die Gesellschaft ein höheres Gut sein als ein vermeintlicher Rückgang von Vielfalt im Überregionalen. Unsere Aufgabe ist es, im Sinne einer demokratischen Gesellschaft unabhängigen Journalismus in der Region dauerhaft sicherzustellen.  ...

Derzeit entsteht bei Madsack ein neues Verständnis und eine neue innere Haltung für digitale Arbeitsweisen. Der Weg ist anspruchsvoll, aber er ist richtig. Das haben die letzten Jahre gezeigt.

Ich freue mich jedenfalls, dass ich zum 125. Geburtstag von Madsack sagen kann: Wir sind in einer guten Verfassung.“

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