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Barsinghausen AfD sagt umstrittenen Schweigemarsch ab
Umland Barsinghausen AfD sagt umstrittenen Schweigemarsch ab
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13:40 27.06.2018
Die Barsinghäuser AfD hat einen Rückzieher gemacht und den geplanten Trauermarsch zum Gedenken an die getötete Anna Lena (im Bild der Fundort) abgesagt. Quelle: Samantha Franson
Barsinghausen

Der AfD-Stadtverband Barsinghausen hat den geplanten Schweigemarsch am Sonntag, 1. Juli, in der Barsinghäuser Nordstadt abgesagt. Nach Mitteilung des Stadtverbandsvorsitzenden Clemens Hafemann hat der fünfköpfige Stadtverbandsvorstand per Umlaufbeschluss am Dienstagabend diese Entscheidung getroffen. Lediglich Peter Schulz, der Initiator der geplanten Veranstaltung, habe für die Durchführung gestimmt, schreibt Hafemann. Am Mittwoch hat die Partei den Marsch bei der Stadtverwaltung als Genehmigungsbehörde und bei der Barsinghäuser Polizei abgesagt. Der AfD-Ratsfraktionsvorsitzende Michael Siedler-Borker begründet die Absage in einer weiteren Mitteilung mit „Bitten aus dem betroffenen Umfeld“, die die AfD zur Absage des angemeldeten Schweigemarsches veranlasst hätten.

Die AfD hatte auf Initiative von Peter Schulz, Ratsherr und Stellvertreter im Stadtverbandsvorstand, bereits vor einer Woche den Schweigemarsch zum Gedenken an die 16-jährige Anna Lena und die 55-jährige Veronika B. angemeldet. Beide Barsinghäuserinnen waren Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die AfD hatte laut eigener Einschätzung mit 150 bis 250 Teilnehmern an der nun abgesagten Veranstaltung gerechnet.

Von Andreas Kannegießer

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