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Barsinghausen Anlieger warten ungeduldig auf die Ampel
Umland Barsinghausen Anlieger warten ungeduldig auf die Ampel
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11:58 29.07.2018
Viele Anwohner aus dem Neubaugebiet Am Bullerbach fordern den Bau einer Ampel zur Schulwegsicherung an der Wilhelm-Heß-Straße. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Bei vielen jungen Familien aus dem Neubaugebiet Am Bullerbach wächst der Ärger, weil die im Sommer 2016 beschlossene Fußgängerampel zur Schulwegsicherung an der Wilhelm-Heß-Straße immer noch nicht steht. „Wir werden ständig vertröstet und nix passiert“, schimpft Anwohner Fabian Best, der sich gemeinsam mit mehreren Nachbarn für die Ampelanlage einsetzt.

Auf der viel befahrenen Wilhelm-Heß-Straße am Ortsausgang in Richtung Hohenbostel halten sich etliche Autofahrer laut Best nicht an die Temporegelung innerhalb der Ortschaft. „Da können wir unsere Kinder nicht allein über die Straße schicken. Das ist viel zu gefährlich“, erläutert der junge Vater in Übereinstimmung mit vielen weiteren Eltern aus dem benachbarten Neubaugebiet.

Vor zwei Jahren stimmte der Rat der Stadt Barsinghausen mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP für den Bau einer rund 80000 Euro teuren Fußgängerampel -- um Kindern die sichere Querung der Wilhelm-Heß-Straße zu ermöglichen. Weil es sich um eine Landesstraße handelt, muss sich die Stadtverwaltung für dieses Projekt mit der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr abstimmen.

Abstimmungsprobleme zwischen Stadtverwaltung und Landesbehörde führen offenbar zu den Verzögerungen. Nach Angaben von Michael Dettmann, Leiter des zuständigen Fachdienstes Tiefbau bei der Stadt Barsinghausen, stellt die Landesbehörde immer wieder neue Nachforderungen -- unter anderem für statische Berechnungen.

„Ständig schicken wir Unterlagen hin und her. Das ist sehr ärgerlich, und ich kann den Unmut der Anlieger sehr gut verstehen. Aber wir brauchen die Zustimmung der Landesbehörde“, erklärt Dettmann.

Bereits vor mehreren Monaten habe ein Fachbüro die Planungsunterlagen für die Fußgängerampel erstellt. Daraufhin habe die Stadtverwaltung den Auftrag ausgeschrieben und an eine Firma vergeben. „Wenn es nach uns geht, könnte es sofort losgehen“, betont der Fachdienstleiter.

Für die jungen Familien aus dem Neubaugebiet bleibt laut Fabian Best der Wunsch nach einer baldigen Lösung. „Noch haben wir die Hoffnung nicht endgültig aufgegeben“, sagt der Vater. Ziel aller Bemühungen bleibe es, den Kindern eine sichere Ampelquerung nahe der Bushaltestelle zu ermöglichen.

Unterstützung kündigt auch die Stadt-SPD an, die sich zu einem Gespräch mit Anwohnern aus dem Neubaugebiet Am Bullerbach getroffen hat. „Der Sache werden wir uns jetzt nochmals annehmen“, sagte der Parteivorsitzende Reinhard Dobelmann.

Von Frank Hermann

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