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Barsinghausen Barsinghäuser Stadtbusverkehr soll effizienter werden
Umland Barsinghausen Barsinghäuser Stadtbusverkehr soll effizienter werden
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14:27 03.08.2018
Die Stadtbus-Linie 502, hier beim Halt am ZOB, pendelt zwischen Hans-Böckler-Straße und Worthstraße. Quelle: Archiv (Hermann)
Barsinghausen

Nachdem die Region Hannover erste Einsparungen im Linienbusnetz durchgesetzt hat, steht nun in der zweiten Reformstufe der Stadtbusverkehr in mehreren Kommunen im Fokus. Dazu gehören auch die beiden Buslinien 501 und 502 in Barsinghausen. In den nächsten Monaten stehen Beratungen zwischen Verkehrsexperten, Politik und Verwaltung an, wie das Stadtbussystem modifiziert werden kann. Es gehe darum, die Angebote „attraktiver zu gestalten und gegebenenfalls zu straffen“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Die Entscheidung werden am Ende die politischen Gremien der Region treffen, wie Abelmann erläutert. Die Kommunen hätten aber die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben. Nach den Worten des Regionssprechers soll voraussichtlich im Frühjahr 2019 entschieden werden, um die Veränderungen dann im Fahrplan 2020 umzusetzen.

Stadtbusverkehre gibt es laut Region derzeit außer in Barsinghausen auch in Burgdorf, Lehrte, Springe, Wunstorf und Neustadt. In Barsinghausen verkehren die beiden Stadtbuslinien in der Kernstadt montags bis sonnabends im 30-Minuten-Takt zwischen Sporthotel und Fliederweg (Linie 501) und zwischen Hans-Böckler-Straße und Worthstraße (Linie 502). Auch wenn die Busse selten ganz voll sind, so hat sich der Stadtbusverkehr in der Deisterstadt doch längst zu einem mobilen Ergänzungsangebot entwickelt, das gerade Senioren und Menschen mit Bewegungseinschränkungen nicht mehr missen möchten.

Erste Modifikationsideen für den Stadtbus Barsinghausen hatte es bereits im Zuge des Regionalbusgutachtens im vergangenen Jahr gegeben. Dabei war damals die Rede von einem „gegenläufigen Ringverkehr in Form einer Acht“ als Planungsansatz. Auch die Anbindung des Gewerbegebiets Reihekamp war genannt worden. Die daraus resultierenden Anregungen seien in Planungsvarianten eingeflossen, die der Stadt Barsinghausen bereits vorgestellt worden seien, sagt Abelmann. Grundsätzliches Ziel sei es, „das Angebot zu verbessern und Fahrgäste zu gewinnen“.

Die Barsinghäuser Stadtverwaltung bestätigt den laufenden Abstimmungsprozess. Nach den Worten von Bürgermeister Marc Lahmann sind bei dem Treffen mit der Region unter anderem die Aus- und Einsteigezahlen an den einzelnen Stationen sowie Überlegungen zu Veränderungen vorgestellt worden. „Es soll aber wie bisher bei zwei Stadtbuslinien bleiben, da sich das Stadtbussystem in Barsinghausen auch aus Sicht der Region bewährt hat“, betont Lahmann. „Das begrüßt die Verwaltung sehr.“ Ende September werde es einen zweiten Termin zur Abstimmung mit der Region geben. Danach sollen dann nach den Worten des Bürgermeisters die abgestimmten Varianten in die Beratungen des Barsinghäuser Rates und der Ausschüsse gehen.

Die Ratsfraktion „Aktiv für Barsinghausen“ (AFB) hat bereits ein eigenes Diskussionspapier vorgelegt, wie der Stadtbusverkehr verbessert werden könnte. „Wir regen an, bei der Linienführung die Doppelversorgung einiger Straßen zugunsten einer besseren Versorgung weiterer Straßen zu überdenken“, schreiben die AFB-Ratsfrauen Bettina Klein und Kerstin Beckmann. So könne die Linie 502, anstatt hin und zurück über die Kaltenbornstraße zu pendeln, eine Strecke über die Wilhelm-Heß-Straße und weiter über Breite Straße und Volkers Hof fahren. Zusätzlicher Vorteil aus AFB-Sicht: Die Kosten für Betrieb und Wartung der Bus-Bedarfsampel an der Kaltenbornstraße könnten eingespart werden. Für die Linie 501 schlägt die AFB vor, dass zusätzliche Seniorenheime angebunden werden könnten, wenn die Busse künftig durch die Straße Im Fuchsbachtal rollen würden. Auch die Möglichkeit einer besseren Anbindung des Besucherbergwerks solle geprüft werden, fordern Klein und Beckmann.

Von Andreas Kannegießer

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