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Barsinghausen Bahnhofstraße: Bauarbeiten verzögern sich weiter
Umland Barsinghausen Bahnhofstraße: Bauarbeiten verzögern sich weiter
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18:50 24.07.2018
Vor den Bushaltestellen in der Bahnhofstraße fehlt noch die Beton-Fahrbahndecke. Quelle: Andreas Kannegießer
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Barsinghausen

Die Bauarbeiten im südlichen Bereich der Bahnhofstraße verzögern sich ein weiteres Mal. Die Arbeiten, die ursprünglich bereits Ende Mai abgeschlossen sein sollten, sind in den vergangenen Wochen kaum vorangekommen. Die Stadtverwaltung hat harsche Kritik an der beauftragten Tiefbaufirma geübt. Die Verantwortlichen im Rathaus hoffen nun, dass das Projekt wenigstens vor dem Stadtfest am letzten August-Wochenende beendet werden kann.

Das Bild der Baustelle auf der Bahnhofstraße hat sich zuletzt wenig verändert: Auf der neuen Fahrbahn fehlen noch die Bereiche vor den Bushaltestellen, die aus Haltbarkeitsgründen in Betonbauweise ausgeführt werden. Und auf dem östlichen Gehweg einschließlich des Einmündungsbereichs der Osterstraße müssen noch nahezu sämtliche Pflasterarbeiten ausgeführt werden.

Seit Mai hatten sich die angekündigten Fertigstellungstermine im Monatsrhythmus verschoben. Inzwischen ist klar, dass auch der zuletzt genannte Termin Ende Juli deutlich verfehlt wird. Es habe zwar im Verlauf der Bauarbeiten einige Überraschungen im Untergrund gegeben, sagt der städtische Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann. Dazu gehörten Probleme mit diversen Ver- und Entsorgungsleitungen und die Entdeckung eines alten Öltanks und einer unterirdischen Wasserzisterne. Als Entschuldigung für die Verzögerungen will die Verwaltung diese Umstände aber nicht mehr gelten lassen: „In erster Linie liegt der Grund in der mangelhaften Personalbesetzung der Baustelle durch die beauftragte Baufirma“, sagt Dettmann. In der vergangenen Woche sei die Baustelle sogar einen ganzen Tag lang überhaupt nicht besetzt gewesen. „Das ist ein Hammer. Das geht gar nicht.“

Mit den Bauarbeiten war Ende Januar begonnen worden, als Fertigstellungstermin sei mit dem Burgdorfer Unternehmen der 31. Mai vertraglich vereinbart worden, erläutert der Fachdienstleiter. Die Stadt habe die Baufirma bereits mehrfach erfolglos schriftlich aufgefordert, Abhilfe zu schaffen. Auch sei mit der Kündigung des Bauvertrages gedroht worden. „Bislang wurden die Aufforderungen von der Baufirma ignoriert“, sagt Dettmann. Erklärungen gebe es auch bei den regelmäßigen Baubesprechungen nicht.

Die Baufirma ist sich offenbar bewusst, dass sie am längeren Hebel sitzt. Eine Kündigung des Vertrages wäre mit noch viel längeren Verzögerungen verbunden, weil so schnell kein anderes Unternehmen einspringen könne, erläutert Dettmann. Und auch finanziell – etwa über eine Kürzung der Rechnungssumme – hat die Kommune offenbar keine Sanktionsmöglichkeiten. „So etwas sieht die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen nicht vor“, sagt der Fachdienstleiter.

Auch qualitativ hatte die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen so einiges an der Arbeit der Bauarbeiter aus Burgdorf zu bemängeln. So habe in Teilbereichen das Pflasterbild und das Fugenbild nicht gestimmt. Bordsteine seien falsch gesetzt und sogenannter verbrannter Beton – der zu lange gelagert war – eingebaut worden. „Die Mängel sind nach Aufforderung aber behoben worden“, sagt Dettmann. „Insgesamt ist der ganze Ablauf der Baustelle alles andere als zufriedenstellend.“

Längst muss die Verwaltung sich auch mit viel Kritik aus den Reihen der Anlieger auseinandersetzen – und zeigt Verständnis für deren Situation. „Die Baumaßnahme ist für die Anlieger eine erhebliche Einschränkung und führt aufgrund der langen Dauer verständlicherweise zu Verärgerung und Unverständnis“, sagt Dettmann. „Es ist wirklich bitter.“

Auf dem östlichen Gehweg müssen die Pflasterarbeiten ausgeführt werden. Die Restaurants und Geschäfte in diesem Abschnitt sind seit Wochen schwer erreichbar. Quelle: Andreas Kannegießer

Von Andreas Kannegießer

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