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Barsinghausen Baubetriebshof wässert fast rund um die Uhr
Umland Barsinghausen Baubetriebshof wässert fast rund um die Uhr
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17:58 06.07.2018
Baubetriebshof-Mitarbeiter Alexander Hegel ist derzeit den ganzen Tag über mit dem Bewässern von Pflanzen beschäftigt - so wie hier am Schmuckbeet am Mont-Saint-Aignan-Platz. Quelle: Andreas Kannegießer
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Barsinghausen

Die wochenlange Trockenheit bereitet nicht nur Landwirten und Gartenbesitzern Sorgen. Auch die Barsinghäuser Stadtverwaltung hat alle Hände voll zu tun, um Blumenrabatten, Bäume und Sträucher auf öffentlichen Flächen am Leben zu erhalten.

Derzeit ist ein Mitarbeiter des Baubetriebshofes mit nichts anderem als dem Wässern von Pflanzen beschäftigt, wie Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann berichtet. Meist ist es Alexander Hegel, der mit einem Kleinlastwagen mit Wassertank auf der Ladefläche unablässig durchs Stadtgebiet rollt. Beim Gießen geht er nach einem ausgeklügelten Plan vor. „Im Mittelpunkt stehen Jungbäume und andere Neuanpflanzungen, aber auch die Kübel und Beete in der Fußgängerzone“, sagt Dettmann. Die Blumen in der City müssten derzeit mindestens dreimal wöchentlich gewässert werden, berichtet der Fachdienstleiter. Auch alle erst jüngst gepflanzten Bäume und Sträucher erhalten in kurzen Abständen Duschen mit dem belebenden Nass. „Ältere Bäume dagegen können schon mal längere Trockenperioden überstehen“, sagt Dettmann.

Üblicherweise füllt Hegel seinen 2000-Liter-Wassertank im Laufe eines Arbeitstages mindestens fünfmal auf, sodass täglich etwa 10.000 Liter Wasser auf Baumscheiben und in Blumenrabatten im Stadtgebiet landen. Zum Nachtanken nutzen die Mitarbeiter die öffentlichen Hydranten. „Die mehrmalige Rückfahrt zum Baubetriebshof wäre viel zu aufwendig“, sagt Dettmann. Insgesamt sei die Stadtverwaltung mit ihrem Gießplan gut aufgestellt. „Der ein oder andere Verlust ist aber möglich.“

Laut Gießplan werden Bäume und Sträucher mindestens fünf Jahre nach ihrer Pflanzung in trockenen Zeiten gewässert. „Danach sollten sie sicher sein und fallen aus dem Plan heraus“, sagt Rainer Bernsdorff, der in der Stadtverwaltung für die Grünpflege verantwortlich ist. Die Stadtverwaltung versuche nach Kräften, jungen Pflanzen das Überleben zu sichern. „Das sind ja auch Werte“, sagt Bernsdorff. Mittelgroße Jungbäume könnten schon etwa 500 Euro kosten.

Beim Bewässern von Pflanzen ist Ausdauer gefragt, selbst wenn Trockenperioden ab und zu von Schauern unterbrochen werden. Kurzer Regen bringe gar nichts, sagt Bernsdorff. „Wir müssen auch dann am Ball bleiben.“ Jungbäume benötigten „eher zehnmal 20 Liter Wasser als einmal 200 Liter“, erläutert der Experte.

Dettmann und Bernsdorff appellieren auch an die Bürger, jüngere Bäume und Sträucher im eigenen Wohnumfeld im Blick zu behalten und diese bei Bedarf und langer Trockenheit mit einigen Kannen Wasser zu unterstützen. „Das wäre eine schöne Geste“, sagt Dettmann.

Das aufwendig gestaltete Beet an der Seitenfront des Rathauses I ist dank regelmäßiger Bewässerung in gutem Zustand. Quelle: Andreas Kannegießer

Von Andreas Kannegießer

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