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Barsinghausen „Sinnbild für eine gelungene Integration“
Umland Barsinghausen „Sinnbild für eine gelungene Integration“
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16:23 14.12.2018
Reinhard Meyer von der Stadtsparkasse (links) überreicht den "Barsinghäuser Hirsch" an die Preisträger. Quelle: Frank Hermann
Kirchdorf

Zwei Schülergruppen vom Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG) sowie die 17-jährige Mariam Refahi von der Lisa-Tetzner-Oberschule teilen sich in diesem Jahr den Jugendpreis „Barsinghäuser Hirsch“, gestiftet von der Stadtsparkasse Barsinghausen. Reinhard Meyer, Vorstandsvorsitzender des kommunalen Geldinstitutes, überreichte den Preis am Freitagvormittag während einer kleinen Feierstunde im Schulzentrum Am Spalterhals.

Der 1985 zum ersten Mal ausgelobte „Barsinghäuser Hirsch“ würdigt das besondere Engagement junger Menschen im sozialen und kulturellen Bereich der Stadt Barsinghausen. Aus fünf Vorschlägen wählte eine Jury schließlich Mariam Refahi sowie das Projekt Senioren lernen von Schülern und die Colourful-Initiative als gemeinsame Preisträger des Jahres 2018 aus.

Preisträgerin Mariam Refahi. Quelle: Frank Hermann

„In der Punktewertung lag Mariam knapp vorne. Aber die Jury hat sich entschieden, die drei vorderen Plätze gleichrangig zu bewerten“, erläuterte Meyer. Weil der mit 1000 Euro dotierte Hirsch im Vorjahr nicht vergeben wurde, stand in diesem Jahr das doppelte Preisgeld zur Verfügung. Laut Beschluss der Jury gehen 1000 Euro an Mariam Refahi sowie jeweils 500 Euro an die beiden Jugendgruppen.

Nach Einschätzung von Reinhard Meyer steht die 17-jährige Mariam, die im Sommer 2013 aus Afghanistan nach Deutschland flüchtete, als „Sinnbild für eine gelungene Integration“. So engagiere sich die Schülerin in Kooperation mit dem Freiwilligen-Zentrum Barsinghausen (FZB) und mit dem DRK-Projekt „Gemeinsam für Barsinghausen“ unter anderem als Übersetzungshelferin und trage auf vielfältige Weise dazu bei, Zuwanderern bei deren Neuorientierung in Barsinghausen beizustehen.

„Ich weiß noch genau, wie ich mich gefühlt habe, als ich ganz neu hier war und die Sprache nicht verstand. Deshalb möchte ich den Menschen, die neu hier ankommen, helfen – nicht nur den Afghanen“, erläuterte Miriam. Ihr sei es wichtig, nicht in einer Parallelwelt zu leben. „Ich möchte mit den Menschen in der Gesellschaft zusammenleben und ein Teil der Gesellschaft sein“, sagte die Lisa-Tetzner-Schülerin.

Zu den weiteren Preisträgern des Barsinghäuser Hirschen gehören außerdem die Jugendlichen aus dem Projekt Senioren lernen von Schülern sowie die Colourful-Initiative am HAG. Während das Projekt in Kooperation mit dem FZB ältere Menschen im Umgang mit Computern und moderner Kommunikationstechnologie schult, engagiert sich die Colourful-Initiative für Toleranz und für eine Überwindung der Geschlechtergrenzen ein. So haben sich die Jugendlichen zum Beispiel für die Schaffung einer Unisex-Toilette am Schulzentrum eingesetzt.

„Beide Gruppen zeigen ein tolles Engagement und finden damit viel Resonanz. Alle Preisträger haben sich die Auszeichnung wirklich verdient“, betonte Reinhard Meyer in seiner Laudatio.

Von Frank Hermann

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