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Barsinghausen Diakonie stellt ihr Hilfe-Netzwerk vor
Umland Barsinghausen Diakonie stellt ihr Hilfe-Netzwerk vor
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18:18 29.06.2018
Joachim Richter (links) vom Verein für Gemeindediakonie informiert sich bei Annette Kosubek über den Petrushof. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Eine praktische Umsetzung der christlichen Nächstenliebe -- so bezeichnete Superintendentin Antje Marklein am Freitag die vielfältigen Hilfsangebote diakonischer Einrichtungen in der Deisterstadt. Zum vierten Mal hat eine Diakoniemesse mit Info-Ständen und vielen persönlichen Gesprächen im Alten- und Pflegeheim Marienstift gezeigt, wie eng das Netzwerk diakonischer Leistungen gespannt ist.

Die Notfallseelsorger Renate Kösel-Görtz (von links), Dieter Nagel und Ute Kalmbach stellen ihre Aufgabenfelder vor. Quelle: Frank Hermann

Von der Notfallseelsorge über das sozialpsychiatrische Petrushof-Zentrum und den ambulanten Hospizdienst Aufgefangen bis zur Sozialstation und der Marienstift-Tagespflege: „Wir sind mit der Diakonie in Barsinghausen sehr breit aufgestellt. Hinzu kommt außerdem die Kinderbetreuung in den Tagesstätten der Kirchengemeinden“, erläuterte Joachim Richter vom Verein für Gemeindediakonie, Ausrichter der kleinen Leistungsschau.

Einblicke in ihre Arbeit gaben zum Beispiel die Notfallseelsorger Ute Kalmbach, Renate Kösel-Görtz und Dieter Nagel. Dieses Trio gehört zu einem rund zehnköpfigen Team mit Pastoren und ehrenamtlichen Helfern, die im Notfall zur Stelle sind.

„Jedes Jahr haben wir im Schnitt etwa 20 Einsätze“, sagte Pastorin Uta Kalmbach aus Kirchdorf als Koordinatorin der Notfallseelsorger. Gerufen werden die Helfer bei schweren Unglücksfällen und Schicksalsschlägen, um den Menschen beizustehen.

Superintendentin Antje Marklein eröfnet die Diakoniemesen mit einem Lob für die praktische Arbeit der Nächstenliebe in verschiedenen diakonischen Bereichen. Quelle: Frank Hermann

„Wir wollen da sein und unsere Unterstützung anbieten, um das Leid aushalten zu können“, betonte Renate Kösel-Görtz. Dazu sei manchmal auch eine professionelle Distanz erforderlich, damit das fremde Leid nicht zum eigenen Leid wird. „Darum absolvieren wir eine gründliche Ausbildung und treffen uns zu Supervisionen“, erklärte Dieter Nagel.

Sozialarbeiterin Annette Kosubek stellte am Messestand nebenan den Petrushof mit seinen sozialpsychiatrischen Angeboten vor -- sowohl im stationären Bereich als auch im ambulanten betreuten Wohnen. Zudem betreut Annette Kosubek die „Böcklers Bügeley“ -- ein therapeutisches Arbeitsprojekt des Petrushofes für seelisch und psychisch kranke Menschen.

Nach Einschätzung von Superintendentin Antje Marklein tragen die diakonischen Hilfsangebote dazu bei, die Liebe Gottes an den Mann und an die Frau zu bringen. „Es geht um Zuwendung für die Menschen, die Liebe brauchen“, betonte Marklein, die zudem auf das Vortragsthema von Referent Kurt Südmersen über die Situation pflegender Angehöriger einging: Dieses Thema sei immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Überforderung vieler pflegender Angehöriger werde ausgeblendet.

Im Anschluss an den Vortrag standen mehrere Seelsorger für Gespräche mit Betroffenen zur Verfügung.

Von Frank Hermann

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