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Barsinghausen Energiebericht sieht großes Einsparpotenzial
Umland Barsinghausen Energiebericht sieht großes Einsparpotenzial
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18:00 10.09.2018
Techniker installieren moderne LED-Beleuchtungsköpfe in der Straße Die Heide. Das Projekt hat die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung drastisch reduziert. Quelle: Archiv (Fricke)
Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen hat mit dem Modernisierungsprogramm für die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet spektakuläre Einsparungen erzielt. Wie aus dem von der Verwaltung jetzt erstmals vorgelegten Energiebericht für den Dreijahreszeitraum 2014 bis 2016 hervorgeht, hat sich der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung allein zwischen 2015 und 2016 mehr als halbiert. Während die Stadt 2015 noch rund 1,675 Millionen Kilowattstunden Strom für ihre Straßenlaternen verbraucht hat, lag dieser Wert ein Jahr später nur noch bei rund 801.000 Kilowattstunden. Die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung sind im selben Zeitraum von rund 399.000 Euro auf 174.700 Euro gesunken.

Die Stadt Barsinghausen hat in einem mehrjährigen Kraftakt mit Zuschüssen aus verschiedenen Förderprogrammen fast alle Leuchtenköpfe der Straßenlaternen ausgetauscht. Ein Schwerpunkt des Projekts lag im Jahr 2016, als die Stadt unter anderem auf einen Schlag sämtliche Leuchtenköpfe im Stadtteil Kirchdorf, in Barrigsen, Göxe, Ostermunzel und Holtensen ausgetauscht hatte. Die alten Quecksilberdampflampen hatten eine Leistungsaufnahme von durchschnittlich 125 Watt, während die neuen, hochmodernen LED-Leuchtköpfe nur etwa 20 bis 40 Watt benötigen – bei gleicher Helligkeit.

Auf die Straßenbeleuchtung entfällt allerdings nur ein kleiner Teil des Gesamtenergieverbrauchs der städtischen Gebäude und Einrichtungen. Während der Energiebericht den Durchschnittsenergieverbrauch für Straßenlaternen im Dreijahreszeitraum mit 1245 Megawattstunden jährlich beziffert, lag der Strombedarf der städtischen Gebäude im selben Zeitraum bei 2498 Megawattstunden im Jahr, der Wärmebedarf sogar bei 11.507 Megawattstunden jährlich. Vergleichsweise gering ins Gewicht fallen im Vergleich die umgerechnet 240 Megawattstunden jährlich, die der Fuhrpark des Baubetriebshofes an Energie verbraucht.

In dem vor allem von Klimaschutzmanager Enrico Stöhr erarbeiteten Energiebericht werden unter anderem 47 städtische Gebäudekomplexe einzeln auf ihren Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch hin analysiert – darunter die beiden Rathäuser, alle Schulen und Kindergärten, Sporthallen sowie die Feuerwehrgerätehäuser. Das Fazit des Berichts fällt eindeutig aus: Insbesondere beim Wärme- und Stromverbrauch der Gebäude sieht Stöhr nach seiner Analyse umfangreiche Einsparpotenziale. Ein zentrales, sogenanntes Energie-Controlling-System soll kurzfristig innerhalb der Gebäudewirtschaft etabliert werden. Das System soll Vergleiche zwischen verschiedenen Gebäuden auf einen Blick ermöglichen und Schwachstellen offenlegen. So könne schon „durch die Umsetzung von nicht- und geringinvestiven Maßnahmen eine Energieeinsparung von circa zehn bis 20 Prozent realisiert werden“, heißt es im Energiebericht.

Von Andreas Kannegießer

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