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Barsinghausen Grundstückspreise im Deistervorland legen weiterhin deutlich zu
Umland Barsinghausen Grundstückspreise im Deistervorland legen weiterhin deutlich zu
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17:40 11.03.2019
Die Nachfrage nach Häusern und Grundstücken für Wohnbauprojekte bleibt unverändert hoch. Das führt zu deutlich steigenden Grundstückspreisen auch im Deistervorland. Quelle: dpa
Barsinghausen/Wennigsen/Gehrden

 Der Boom am Immobilienmarkt im Deistervorland hält unverändert an. Die hohe Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen wirkt sich auch auf die Wertentwicklung von Grundstücken aus: Die sogenannten Bodenrichtwerte haben im vergangenen Jahr erneut zugelegt. Das geht aus dem Bericht hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte jetzt für die Region Hannover vorgelegt hat. Der Ausschuss ist beim Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung angesiedelt. Er hat für seinen Bericht alle Kaufverträge für Grundstücke, Häuser und Wohnungen ausgewertet, die im vergangenen Jahr in der Region abgeschlossen worden sind.

In Barsinghausen haben im vergangenen Jahr 232 Häuser und bebaute Grundstücke für insgesamt 55,1 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Hinzu kamen 116 Kaufverträge für Wohnungen oder anderes Teileigentum, für das die neuen Eigentümer insgesamt 13,3 Millionen Euro bezahlt haben.

Die höchsten Preise in Barsinghausen werden für baureife, erschlossene Grundstücke in den Wohngebieten südlich und östlich der Fußgängerzone nahe am Deisterrand gezahlt. Dort liegt der Richtwert inzwischen bei 230 Euro pro Quadratmeter, das sind 40 Euro mehr als noch vor fünf Jahren. Im Bereich des Wohngebiets am Bullerbach sind die Preise seit 2014 sogar von 120 auf 170 Euro geklettert. Nördlich der Bahn fallen die Preise deutlich ab, dort werden Grundstücke zum Preis von etwa 120 Euro gehandelt (20 Euro mehr als vor fünf Jahren). Auch Egestorf (130 bis 165 Euro) Hohenbostel, Großgoltern und Stemmen (jeweils bis zu 130 Euro) sind gesuchte Wohnlagen für die Deisterstadt, in den übrigen Ortsteilen liegen die Preise deutlich darunter.

Die teuersten Grundstücke im gesamten Calenberger Land liegen in der Gehrdener Kernstadt am Hang des Gehrdener Berges. Deren Wert taxieren die Experten des Katasteramtes auf bis zu 320 Euro pro Quadratmeter. Auch in den kleineren Gehrdener Ortschaften liegt das Preisniveau deutlich über dem vergleichbarer Barsinghäuser Ortsteile. In Gehrden sind 2018 insgesamt 64 Häuser und bebaute Gründstücke für insgesamt 21,6 Millionen Euro sowie 57 Wohnungen und Teileigentum für 7,3 Millionen Euro verkauft worden.

Ronnenberg profitiert von seiner Lage im Speckgürtel von Hannover, ist als Wohnstandort aber offenbar deutlich weniger attraktiv als die Nachbarstadt Gehrden. Die beste Ronnenberger Wohnlage befindet sich laut Statistik im kleinen Bergdorf Benthe: Dort müssen Käufer von Einfamilienhausgrundstücken mit Preisen um 235 Euro pro Quadratmeter rechnen, das sind 55 Euro oder 31 Prozent mehr als 2014.

Im Wennigser Gemeindegebiet wirkt sich offenbar die landschaftlich reizvolle Lage am Deisterrand auf die Preise aus: In Wennigsen (155 bis 180 Euro), Degersen (130 bis 155 Euro) und sogar in Bredenbeck (160 Euro) muss deutlich mehr für Baugrundstücke gezahlt werden als etwa in den nördlichen Ortsteilen Evestorf oder Holtensen. Insgesamt verzeichnet die Statistik für 2018 in Wennigsen 106 Kaufverträge für Häuser oder bebaute Grundstücke mit einem Kaufpreisvolumen von 33,0 Millionen Euro. Hinzu kommen 33 Wohnungen für 8,1 Millionen Euro.

Interaktive Karte: Das sind die Bodenrichtwerte im Calenberger Land

Wenn Sie die Karte auf einem Smartphone nutzen: Bitte tippen Sie einmal auf die Karte, um sie verschieben und zoomen zu können. Nach einem weiteren, längeren Tippen können Sie wieder zum Rest des Artikels nach unten scrollen. Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert für einen Quadratmeter unbebauten Bodens, der aus Grundstücksverkäufen ermittelt wird.


Die vom Gutachterausschuss ermittelten Bodenrichtwerte beziehen sich auf Grundstücksgrößen von 500 bis 750 Quadratmeter und gelten für Flächen, die voll erschlossen und sofort bebaubar sind. Nähere Auskünfte zum Grundstücksmarktbericht erteilt die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Telefon (05 11) 30 24 54 31. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter gag.niedersachsen.de

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Von Andreas Kannegießer

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