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Barsinghausen Kinder dürfen sich im Fuchsbau „austrauern“
Umland Barsinghausen Kinder dürfen sich im Fuchsbau „austrauern“
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14:03 10.01.2019
Matthias Battefeld (links) und Heiko Bierwag überreichen den Spendenscheck über 6500 Euro an Hospizdienst-Leiterin Maria Bernarding. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Mehr als 40 trauernde Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 19 Jahren nehmen derzeit die Betreuungsangebote im Fuchsbau des Ambulanten Hospizdienstes Aufgefangen wahr – „mit weiterhin steigender Tendenz“, sagt Hospizdienst-Leiterin Maria Bernarding. Zur Finanzierung des Fuchsbaus mit seinen 27 ehrenamtlichen Helfern hat die Stiftung Hannoversche Volksbank einen Förderbetrag von 6500 Euro bewilligt.

Dank dieser Spendensumme kann der Hospizdienst einen Großteil der ehrenamtlichen Arbeit im Fuchsbau sicherstellen. „Die komplette Arbeit für Kinder und Jugendliche in der Trauerphase, die zu uns in die Gruppen- und Einzelbetreuung kommen, wird ausschließlich von Spenden getragen“, erläutert Maria Bernarding, die mit jährlichen Kosten von rund 60000 Euro rechnet – für die Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Helfer sowie für Referenten, Materialien, Personal- und Betriebskosten im Lebenshaus an der Hinterkampstraße 14.

„Wir sind sehr beeindruckt, welche wertvolle Arbeit hier geleistet wird. Dieses Projekt wollen wir mit unserer Spende unterstützen“, sagt Matthias Battefeld, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hannoversche Volksbank, am Donnerstag bei der Scheckübergabe.

Lob für den Fuchsbau zollt auch Heiko Bierwag, Filialdirektor der Hannoverschen Volksbank in Barsinghausen: „Es ist schön, solche wichtigen Einrichtungen vor Ort zu unterstützen.“ Die Spende von 6500 Euro könne dazu beitragen, für fünf Kinder ein Jahr lang die Fuchsbau-Betreuung zu finanzieren.

Für die aktuell 42 Kinder und Jugendlichen hält der Fuchsbau sechs Gruppenangebote sowie bei Bedarf auch Einzelbetreuungen bereit. In den Gruppen können junge Trauernde zum Beispiel Briefe an ihre Verstorbenen schreiben, ihre Ängste symbolisch im Garten vergraben oder kleine Schatzkiste mit Erinnerungsstücken füllen. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten.

„Im Fuchsbau dürfen die Kinder ihre Gefühle rauslassen, sie dürfen Spaß haben und fröhlich sein. Das hilft, um ein erschütterndes Erlebnis hinter sich lassen zu können“, erklärt Maria Bernarding. Ein Kind habe erst vor wenigen Tagen gesagt: „Hier kann ich mich richtig austrauern“.

Für die momentan 27 ehrenamtlichen Fuchsbau-Helfer sei es eine schöne Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen in ihrer Trauerphase beizustehen und eine Last abzunehmen. Die Ehrenamtlichen investierten viel Herzblut in ihre Arbeit. Neue Helfer seien jederzeit willkommen, um den großen Betreuungsbedarf im Fuchsbau erfüllen zu können.

Auskünfte gibt es unter Telefon (05105) 58 25 114, nach einer E-Mail an hospizdienst@aufgefangen-ev.de sowie auf der Internetseite www.aufgefangen.de.

Von Frank Hermann

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