Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Barsinghausen Lesementoren suchen Verstärkung
Umland Barsinghausen Lesementoren suchen Verstärkung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:04 11.12.2018
Karin Hahnefeld (links) sortiert mit Irmgard Christmann den Materialschrank. Quelle: privat
Barsinghausen

Rund 80 Lesementoren motivieren in Barsinghausen derzeit etwa 120 Mädchen und Jungen unterschiedlicher Bildungseinrichtungen zum Lesen. Doch noch immer gibt es nicht genug Mentoren, sagt stellvertretender Vereinsvorsitzender Walter Fischer.

„Es gibt Familien, in denen kaum gelesen wird“, sagt Fischer. Doch wer als Kind nicht erfährt, dass Lesen Spaß macht, der liest auch nicht. Die Mentoren haben sich daher zur Aufgabe gemacht, zu vermitteln, dass Lesen Spaß macht. Hier möchten die Leselernhelfer der Mentor-Vereine eingreifen und den Schulkindern vermitteln, wie schön und interessant Lesen ist und dass jeder es lernen kann.

Nun werden weitere Mitstreiter gesucht, die als Mentor je ein Kind eine Stunde in der Woche betreuen. „Es ist uns wichtig, dass jeder Mentor nur ein Kind und nicht mehrere zur gleichen Zeit betreut“, sagt Fischer. Natürlich könne ein Mentor aber auch zwei Stunden die Woche investieren und dann auch ein zweites Kind betreuen – aber eben in Einzelgesprächen.“So können Mentor und Lesekind sich auf einander konzentrieren und werden nicht in ungewünschter Weise abgelenkt“, sagt Fischer. Zudem könne sich ein Vertrauensverhältnis aufbauen, und das Lesekind traut sich auch dann laut zu lesen, wenn es die Wörter und Sätze noch nicht beherrscht.

Karin Hahnefeld (rechts) sortiert mit Wolfgang Heins die Materialien im Materialschrank. Quelle: privat

Zudem sei es so auch einfacher, auf die Vorlieben des Kindes einzugehen sowie geeigneten Lesestoff auszuwählen, der dem Kind gefällt. „Als Nebeneffekt hat es sich schon mehrfach gezeigt, dass stille Schüler nun auch genügend Selbstvertrauen entwickeln und sich trauen, laut vor der Klasse vorzulesen oder gar auf Schulfeiern etwas vorzutragen“, sagt Fischer stolz.

Die Mentoren arbeiten eng mit den Schulen zusammen, da sich dort die ersten Defizite in der Lesefähigkeit bemerkbar machen. Die Lehrkräfte benennen Schüler, die Probleme mit dem Lesen haben und bei denen zu erwarten ist, dass sie durch die Lesestunden mit den Mentoren gefördert werden können. In Absprache mit den Eltern wird dann ein Termin mit einem passenden Mentoren vereinbart, der sich dann jeweils ein Mal die Woche, außer in den Ferien, mit dem Schüler trifft.

Jeder, der Zeit hat, kann Mentor werden. Dabei ist aber eine pädagogische Berufserfahrung, zum Beispiel als Lehrkraft, keineswegs von besonderem Nutzen, betont Fischer. „Viel wichtiger ist es, auf die speziellen Belange des Kindes einzugehen. Es geht ja in erster Linie um die Freude am Lesen und nicht um Perfektion, und das kann jeder vermitteln.“

Von Lisa Malecha

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Hinter den 24 Türchen des Adventskalenders, den der Lions-Club Calenberger Land herausgebracht hat, verstecken sich 167 Preise im Wert von mehr als 10.000 Euro. Das sind die Gewinner vom 11. Dezember.

11.12.2018

Der von der Stadtsparkasse gestiftete Jugendpreis Barsinghäuser Hirsch wird in diesem Jahr der 17-jährigen, afghanischstämmigen Schülerin Mariam Refahri verliehen.

13.12.2018

Schülerinnen der Ballettschule Pietruska zeigen ihr Können auf großer Bühne: Am Sonnabend, 15. Dezember, präsentieren 70 Tänzerinnen ihr Können um 16 Uhr in der Aula des Schulzentrums Am Spalterhals.

10.12.2018