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Barsinghausen Maroder Bachdurchlass kommt die Stadt teuer zu stehen
Umland Barsinghausen Maroder Bachdurchlass kommt die Stadt teuer zu stehen
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17:50 13.09.2018
Unscheinbar, aber sehr kostenträchtig: Der Durchlass für den Bullerbach an der Zufahrt zum Naturfreundehaus ist marode und muss erneuert werden. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Der Durchlass für den Bullerbach unter dem unbefestigten Fahrweg zum Naturfreundehaus ist eher unscheinbar und fällt kaum auf. Weil die Deckplatte an dem Durchlass aber marode ist, entwickelt sich der Durchlass für die Stadt Barsinghausen nun zu einem unerwarteten Kostenfaktor: Nach ersten Berechnungen wird es rund 110.000 Euro kosten, um den Weg wieder in einen verkehrssicheren Zustand zu versetzen.

Definitionsgemäß handelt es sich bei dem schmalen Bauwerk zur Überdeckung des Bullerbaches nicht einmal um eine Brücke, wie Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann berichtet. Im Frühjahr war ein kleiner Einbruch an der Deckplatte aufgefallen. Daraufhin hatte die Stadtverwaltung eine technische Prüfung des Durchlasses in Auftrag gegeben. Das Ergebnis war ernüchternd: „Die Standsicherheit des Bauteils und des Bauwerks ist nicht mehr gegeben“, urteilte der beauftragte Fachingenieur. Die umgehende Instandsetzung beziehungsweise Erneuerung sei erforderlich. Gleichzeitig forderte der Experte eine sofortige Nutzungsbeschränkung für das Bauteil. Die Stadt reagierte umgehend und platzierte mehrere Stahlplatten über den Durchlass, um die Last besser zu verteilen. Gleichzeitig wurde die Maximallast für den Durchlass auf einstweilen sechs Tonnen beschränkt. „Für den Lieferverkehr zum Naturfreundehaus gibt es dadurch keine Einschränkungen“, sagt Naturfreunde-Vorsitzender Michael Pöllath.

Die Stadtverwaltung hat als Ersatz für den maroden Durchlass ein kleines Bauwerk aus Betonfertigteilen mit einer Breite von sieben Meter, einem Geländer an beiden Seiten sowie zwei Fangrechen im Bachbett geplant. Das Ganze ist allerdings keineswegs kostengünstig zu realisieren: Die Kostenberechnung hat einschließlich Baugrundgutachten, Vermessung, Planung und Ausführung eine Summe von 110.000 Euro für den neuen Durchlass ergeben. Sogar der Rat der Stadt musste angesichts dieses Volumens einer außerplanmäßigen Ausgabe zustimmen.

Derzeit werde das neue Durchlassbauwerk von einem Ingenieurbüro geplant, sagt Dettmann. „Wir hoffen, dass wir das Vorhaben im Herbst ausschreiben können.“ Im Winter könnte der neue Durchlass dann fertiggestellt werden.

Von Andreas Kannegießer

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