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Barsinghausen Musik und Lichter helfen bei der Erinnerung
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15:33 12.11.2018
Rolf Brüggemann (links) und Peter Neu musizieren beim Gedenkkonzert des Ambulanten Hospizdienstes vor rund 200 Besuchern im Zechensaal. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

 Erinnerung ist eine Form der Begegnung – unter diesem Motto stand das Gedenkkonzert des Ambulanten Hospizdienstes Aufgefangen am Sonntagnachmittag im Zechensaal. Mehr als 200 Besucher wählten diese Form der Begegnung und erinnerten sich an verstorbene Menschen, die ihnen nahestanden.

Im Zechensaal leuchten die Kerzen und Teelichter, entzündet von den Besuchern im Gedenken an ihre Verstorbenen. Quelle: Frank Hermann

„Wir wollen mit diesem Konzert einen passenden Rahmen schaffen, um sich selbst und den geliebten Verstorbenen etwas Zeit zu schenken. Alle Besucher sollen sich von der Musik und den Worten getragen fühlen“, erläuterte Maria Bernarding, Leiterin des Hospizdienstes mit Sitz im Lebenshaus an der Hinterkampstraße.

Für die musikalischen Beiträge sorgte das Swing-Samba-Duo mit Multi-Instrumentalist Rolf Brüggemann aus Minden und mit Gitarrist Peter Neu aus Loccum. Die beiden Musiker trafen mit ihrem Liedprogramm den richtigen Ton – unter anderem mit Yesterday von den Beatles sowie mit Black Orpheus von Luiz Bonfá. „Musik geht mit dorthin, wo die Trauer hinführt“, sagte Maria Bernarding.

Zwischendurch trugen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Hospizdienstes kurze Texte vor. Diese Texte befassten sich zum Beispiel mit der Botschaft der Liebe, mit dem Starksein und mit dem Todestag eines geliebten Menschen. Zudem sprach Krankenhausseelsorger Michael Giere zu den Gästen: „Wir brauchen Klage- und Trauerräume, wo Tränen fließen können. Daraus werden dann Hoffnungsräume, wo sich niemand in seiner Trauer verstecken muss“, betonte der Seelsorger.

Zum Gedenken an ihre verstorbenen Verwandten, Freunde und Bekannten entzündeten die Besucher kleine Teelichter und Kerzen. Im Anschluss an das Konzert nutzen viele Frauen und Männer die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen mit Menschen zu sprechen, die ähnliche Trauererfahrungen gesammelt haben.

Bereits seit 2002 bietet der Hospizdienst jedes Jahr im Herbst solch ein Gedenkkonzert an. „Der große Zuspruch zeigt, dass für solche Veranstaltungen ein Bedarf vorhanden ist“, sagte Maria Bernarding.

Von Frank Hermann

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