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Barsinghausen Messtafeln sollen Verkehrssicherheit verbessern
Umland Barsinghausen Messtafeln sollen Verkehrssicherheit verbessern
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17:36 12.09.2018
Vor mehreren Grundschulen - so wie hier an der Landstraße in Kirchdorf - hat die Stadt Tempomesstafeln montieren lassen, um Temposündern ihren Verstoß vor Augen zu führen. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Mit Hilfe neuer Tempomesstafeln will die Stadt Barsinghausen die Geschwindigkeit von Autofahrern im Stadtgebiet dauerhaft senken. Einen Schwerpunkt legt die Verwaltung dabei auf die Situation vor den Grundschulen. In den nächsten Monaten sollen dann noch zwei ortsfeste Blitzgeräte zur Geschwindigkeitsmessung im Stadtgebiet montiert werden.

Insgesamt acht neue Tempomesstafeln hatte die Stadt in diesem Jahr angeschafft, nachdem der Rat das Vorhaben bereits 2016 beschlossen hatte. Die handlichen Messtafeln, die sich unproblematisch an Laternenmasten anbringen lassen, messen die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen und zeigen diese den heranrollenden Fahrern unmittelbar an. Sofern das Tempo sich im erlaubten Bereich bewegt, leuchtet die Anzeige in gelber Schrift, bei Geschwindigkeitsüberschreitungen springt die Anzeige auf rote Schrift um. Der Effekt der Messtafeln wird von Experten als positiv beurteilt: Vielen Autofahrern wird erst mit der Anzeige bewusst, dass sie eigentlich zu schnell unterwegs sind. Ein großer Teil nimmt offenbar prompt den Fuß vom Gas.

Die Stadtverwaltung will diesen Effekt vor allem vor den Grundschulen nutzen: Vier der neuen Tempomesstafeln sollen dauerhaft dort eingesetzt werden, wie die für den Bereich Ordnungswesen und Verkehr verantwortliche Fachdienstleiterin Julia Manegold erläutert. Die vier Tafeln seien vor der Adolf-Grimme-Schule, der Astrid-Lindgren-Schule, der Wilhelm-Busch-Schule Hohenbostel und der Ernst-Reuter-Schule in Egestorf montiert worden. „In Egestorf wollen wir auch überprüfen, ob die Tempo-30-Regelung dort eingehalten wird“, sagt Manegold. Die Tempomesstafeln können die gemessenen Geschwindigkeiten ebenso speichern wie die Anzahl der Fahrzeuge, die die Tafeln passieren.

Die anderen vier Messtafeln sollen im Wechsel vor allem dort eingesetzt werden, wo sich Anlieger über Verkehrsprobleme oder zu hohes Tempo der Autofahrer beschweren. Als Beispiele nennt Manegold den Ulmenweg in Egestorf und die Ortsdurchfahrt in Landringhausen. „Unser Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit“, betont die Fachdienstleiterin.

Wer die mobilen Messtafeln mit zu hohem Tempo passiert, kann für den Verstoß nicht belangt werden, weil die Geräte keine Fotos der Temposünder anfertigen können und auch nicht genau genug messen. Das ist bei den beiden ortsfesten Messsäulen anders, die die Stadtverwaltung demnächst in Wichtringhausen in der Ortsdurchfahrt und in Groß Munzel an der Straße Auf dem Damm aufstellen will. Wer an diesen Geräten zu schnell vorbeifährt, muss bald danach mit unangenehmer Post und einem Bußgeldbescheid rechnen. Allerdings hat sich die Stadt bei der Investition zunächst für eine kostengünstige Lösung entschieden, wie Manegold bestätigt: Beschafft wird demnach zunächst nur ein Messgerät, das im Wechsel in die beiden ortsfesten Messsäulen eingebaut werden kann.

 

Von Andreas Kannegießer

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