Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Barsinghausen Nachtragsetat: Städtischer Überschuss wächst um 2,2 Millionen
Umland Barsinghausen Nachtragsetat: Städtischer Überschuss wächst um 2,2 Millionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:42 15.10.2018
Die Einnahmen der Stadt Barsinghausen haben sich in den vergangenen Monaten weiterhin überaus positiv entwickelt. Quelle: eyetronic-Fotolia
Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen bleibt finanziell auf Erfolgskurs: Der im Haushaltsplan für 2018 veranschlagte Überschuss wird zum Jahresende deutlich höher ausfallen als ursprünglich angenommen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass der Überschuss letztlich bei rund 3,93 Millionen Euro liegen wird, das sind knapp 2,2 Millionen mehr als zunächst berechnet. Noch höher fällt die sogenannte Freie Spitze aus, die nun in diesem Jahr bei rund 5,22 Millionen Euro liegt, wie die Verwaltung mitteilt. „Das bedeutet, dass in dieser Höhe Investitionen aus Liquiditätsüberschüssen, also ohne Kreditaufnahme, finanziert werden können.“

Die Verwaltung hat die neuen Zahlen in einen ersten Nachtragshaushaltsplan für den Doppelhaushalt 2018/2019 eingearbeitet. Das geänderte Zahlenwerk wird in den nächsten Wochen in den Fachausschüssen beraten und muss dann vom Rat beschlossen werden. Ein Anlass für den Nachtragsetat war laut Mitteilung auch die geänderte Entgeltordnung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst. Dieser habe zu einer Reihe von Stellenneubewertungen geführt. Damit sei die Voraussetzung zur Beförderung vieler und langjähriger Mitarbeiter geschaffen worden, lobt Bürgermeister Marc Lahmann. Damit sei gleichermaßen „die Attraktivität des öffentlichen Dienstes gestärkt“ worden.

Wesentlichen Anteil an der positiven Einnahmeentwicklung der Stadt hat die Gewerbesteuerentwicklung. Nach Lahmanns Worten rechnet die Stadt Barsinghausen jetzt mit rund zwölf Millionen Euro Gewerbesteuererträgen, das sind 2,8 Millionen Euro mehr als im Ursprungsetat berechnet worden waren. Auch die Anteile an der Einkommensteuer haben sich nochmals um 250.000 Euro auf 15,75 Millionen Euro erhöht. Für eine Haushaltsentlastung haben zudem die wegen des Fachkräftemangels nicht besetzten Stellen gesorgt. Lahmann beziffert die damit verbundenen Einsparungen auf 500.000 Euro in diesem Jahr. „Das ist aber eine Einsparung, auf die ich gerne verzichtet hätte, um die notwendige personelle Entlastung zu schaffen“, sagt der Bürgermeister. Wegen der guten Einnahmesituation muss die Stadt im Gegenzug aber auch selbst mehr Geld abführen: Die Regionsumlage steigt um 800.000 Euro, die Gewerbesteuerumlage für Bund und Land wächst um 460.000 Euro.

Im ersten Nachtragsetat hat die Stadt Barsinghausen verschiedene Baumaßnahmen fixiert, die kurzfristig nach TÜV-, Statik- oder Versicherungskontrollen notwendig geworden sind. Dazu gehören etwa die Erneuerung von Leitungen an der Albert-Schweitzer-Schule und der Bau einer Absturzsicherung an der Wilhelm-Stedler-Schule.

Die Stadtverwaltung hat außerdem auf die anhaltende Kritik aus der Politik reagiert. Sie will in Zukunft nicht mehr so viele Bauprojekte vor sich her schieben, die in den Haushaltsplänen beschlossen und finanziert sind, aber aus unterschiedlichen Gründen noch nicht umgesetzt werden konnten. „Wir haben die Fachdienste gefragt, was sie tatsächlich in diesem Jahr verbauen können“, berichtet Lahmann. Etliche Projekte seien daraufhin haushaltstechnisch verschoben worden, so etwa Straßenbauprojekte, aber auch der Baustart für das neue Grundwasserwerk in Eckerde.

Die „umfassende Investitionsanalyse“ führt nach Verwaltungsangaben dazu, dass die Bildung zusätzlicher Haushaltsreste im Volumen von 4,5 Millionen Euro allein für 2018 vermieden werden konnte. „Ich bin sicher, dass diese neue Herangehensweise kurz- und mittelfristig ihre Früchte tragen wird“, sagt Lahmann. Der Fachdienst Finanzen weist allerdings auch darauf hin, dass sich die Verschiebungen unweigerlich auf das Haushaltsjahr 2019 auswirken werden. Bereits jetzt stehe der Erlass einer weiteren Nachtragshaushaltssatzung im Februar 2019 „fest auf dem Terminplan der Verwaltung“.

Von Andreas Kannegießer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf den Feldwegen in Barsinghausen und Umgebung liegen in diesen Tagen große Mengen Fallobst. Die Stadt erlaubt das Einsammeln und Pflücken von Früchten auf öffentlichen Grundflächen.

12.10.2018

Ein Motorradfahrer ist bei einem Unfall auf der Landestraße 401 zwischen Egestorf und Langreder gegen einen Baum geprallt und hat dabei schwere Verletzungen erlitten.

12.10.2018

An der Wennigser Straße in Egestorf entsteht 2019 in einem neuen Wohn- und Geschäftshaus auch ein Kindergarten für 50 Kinder. Das privat finanzierte Projekt hat Modellcharakter für die Stadt.

12.10.2018