Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Barsinghausen Schüler setzen sich für Erhalt der LTS ein
Umland Barsinghausen Schüler setzen sich für Erhalt der LTS ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 28.09.2018
Anna Söffker (links, 15) und Björn Matthies (16) überreichen Bürgermeister Marc Lahmann einen Brief, in dem sie den Fortbestand der Lisa-Tetzner-Schule fordern. Quelle: Malecha
Barsinghausen

„Wir als Schüler der Lisa-Tetzner-Oberschule möchten unsere Schule nicht aufgeben und werden um deren Weiterbestehen kämpfen.“ So beginnt der Brief, den LTS-Schülersprecher Björn Matthies und seine Stellvertreterin Anna Söffker (15) am Freitag Bürgermeister Marc Lahmann übergeben haben. Ihre Argumente sollen, genauso wie die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und die Ergebnisse der Diskussionen mit Schulleitung, Schulvorstand, Stadtelternrat, den Leitern der Grundschulen sowie der Landesschulbehörde in die Entscheidung über die Zukunft der Oberschule einfließen.

„Wie sollen wir Gerechtigkeit verstehen, wenn nicht die Interessen aller Schüler in Barsinghausen berücksichtigt werden?“, fragt Matthies und führt anschließend zusammen mit Söffker die Vorteile des Oberschulsystems und des Standorts am Schulzentrum am Spalterhals auf. Anlass des Treffens ist die Diskussion um die Zukunft der Oberschule. Erhebliche bauliche Mängel am Standort der LTS im D-Trakt Am Spalterhals haben die Debatte angestoßen. Die Ergebnisse des Gutachtens, das empfiehlt, aus rein wirtschaftlichen Gründen auf den jetzigen Standort zu verzichten und stattdessen einen Erweiterungsbau an der Goetheschule-KGS zu errichten, kann der Schüler nicht nachvollziehen. „Auch wenn die Baukosten an der KGS niedriger sind, ist auch die Grundfläche kleiner – ein genau so großer Neubau am jetzigen Standort müsste doch aber gleich viel kosten“, sagt er. Zudem hebt er die Nähe zum Deister und dem Deister Bad hervor und betont auch, dass der Außenbereich und die Sportflächen am Schulzentrum größer sind als an der KGS.

Auch die Überschaubarkeit der LTS sei seiner Meinung nach ein großer Vorteil der Schule. „Hier bei uns kennt jeder jeden“, sagt er. Zudem finden die beiden Schüler es wichtig, eine möglichst vielfältige Schullandschaft in Barsinghausen zu erhalten.

Ihre Wünsche und Argumente sollen auch an die Ausschuss- und Ratsmitglieder weitergeleitet werden. Ebenso werden die Ergebnisse der Diskussion mit dem LTS-Schulvorstand und der schulfachlichen Diskussion des Arbeitskreises Schule mit der Landesschulbehörde in die Entscheidung einfließen. Zudem sind noch Gespräche mit dem Stadtelternrat und den Leitern der Grundschulen geplant. „Zusammen mit der Stellungnahme der Schüler wird das Ganze dann beraten“, sagt Erster Stadtrat Thomas Wolf. Endpunkt ist eine abschließende Beratung im Schulausschuss am Dienstag, 27. November. Die Entscheidung wird der Rat dann bei seiner Sitzung am Donnerstag, 6. Dezember, treffen. „Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile – das macht die Entscheidung so schwierig“, erklärte Lahmann den Schülervertretern und bedankte sich bei ihnen für das Engagement.

Von Lisa Malecha

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Barsinghausen Interkulturelle Woche in Barsinghausen - Samaneh aus Afghanistan erzählt ihre Geschichte

Anlässlich der Interkulturellen Woche stellen wir mit Samaneh Khavari eine Afghanin vor, die in Barsinghausen Zuflucht gefunden hat.

28.09.2018

Bei einem Autounfall auf der Landesstraße 401 haben sich am Freitag zwei Autofahrer leicht verletzte. Der Unfallverursacher war in einer Kurve in den Gegenverkehr geraten.

28.09.2018

Die Hilfeschreie einer 76-jährigen Frau haben zwei Männer vertrieben, die sich auf trickreiche Weise in die Wohnung der Seniorin in der Straße Im Knickfelde eingeschlichen hatten.

01.10.2018