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Barsinghausen Tierschützer legen Neubaupläne auf Eis
Umland Barsinghausen Tierschützer legen Neubaupläne auf Eis
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15:12 08.07.2018
Katzenmutter Rosalie (im Hintergrund) hat immer ein Auge auf ihren rund zwei Monate alten Nachwuchs. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Der Tierschutzverein Barsinghausen und Umgebung kommt mit seinem geplanten Bau eines neuen Hundehauses nicht voran. Zwar liegt mittlerweile die Baugenehmigung vor, dennoch ruht das Vorhaben -- weil die Tierschützer zunächst abwarten wollen, wie eine künftige Regelung für den Großkaliber-Schießlärm am Deisterrand aussieht.

Ernst Wildhagen (links) und Heinz Oppermann zeigen den mit Flatterband abgesteckten Grundriss für das geplante Hundehaus. Quelle: Frank Hermann

„So kann es nicht bleiben“, sagte der Vereinsvorsitzende Ernst Wildhagen am Sonnabend während der Tages der offenen Tür auf dem Tierheimgelände. Wildhagen meint den lauten Schießlärm, der beim Betrieb auf der nahen Anlage des Vereins für Groß- und Kleinkaliberschießen in den Schütten entsteht.

Bei den lauten Schießgeräuschen stünden die Tiere unter Stress und seien schreckhaft. „Dann können wir mit den Hunden auch nicht trainieren, um ihnen Gehorsam beizubringen. Solange diese Unsicherheit herrscht, schieben wir den Baubeginn für das neue Hundehaus auf“, kündigte der Vorsitzende an und hofft auf eine gütliche Einigung mit den Sportschützen, um den störenden Schießlärm einzudämmen.

Bescuehr probieren beim Tag der offenen Tür gemeinsam mit ihren Tieren den einfachen Hundeparcours aus. Quelle: Frank Hermann

Trotz dieser Verzögerungen stellten die Tierschützer beim Tag der offenen Tür am Sonnabend ihre Planungen für das künftige Hundehaus in Holzständerbausweise mit vier Zwingern sowie einer Nasszelle mit Wasch- und Sanitärbereich vor. Zudem schafft der Verein auf dem rund 500 Quadratmeter großen Gelände einen sicheren Auslaufbereich für die Hunde.

Wildhagen rechnet mit Investitionskosten von etwa 100.000 Euro für das Gebäude sowie weitere 30.000 Euro für die Einzäunung und Gestaltung der Außenanlage. Zur Finanzierung hat der Verein eine zweckgebundene Rücklage gebildet -- dank der Unterstützung von Sponsoren und einer größeren Erbschaft.

Die Katzenbabys Rabea und Ronja schauen neugierig in die Welt, im Hintergrund passt Mutter Rosalie auf. Quelle: Frank Hermann

„Das Geld haben wir soweit zusammen. Aber wir können wegen der Lärmproblematik nicht abschätzen, ob wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen können“, betonte der Vorsitzende.

Bislang stehen dem Verein lediglich zwei Hundezwinger in einem älteren Bereich des Tierheims zur Verfügung. Dieser Platz reiche schon lange nicht mehr aus. „Immer wieder müssen wir Hunde ablehnen, weil die Kapazitäten fehlen“, erklärte Vorstandsmitglied Judith Kastens, die sich federführend um die Hundeabteilung kümmert.

Fühlt sich wohl: Katze Socke räkelt sich auf ihrem Stammplatz. Quelle: Frank Hermann

Beim Tag der offenen Tür informierten sich die Besucher nicht nur über die Planungen für das Hundehaus, sondern besichtigten auch die Quartiere für die Katzen und die Kleintiere. Im Katzenhaus betreuen die ehrenamtlichen Helfer derzeit 27 Tiere, darunter auch die Katzenmutter Rosalie mit ihren rund zwei Monate alten Babys Rabea und Ronja.

„Rosalie ist auf einem Parkplatz entdeckt worden und schwanger zu uns gekommen. Hier hat sie sich zu einer richtigen Übermutter entwickelt und lässt ihre Kinder nicht aus den Augen“, berichteten Gabriele Fauken und Dorle Rump vom Vereinsvorstand.

Zu einem großen Ärgernis entwickle sich immer mehr die Unsitte, Tiere per Ebay oder andere Online -Plattformen zu kaufen. „Und nach zwei Tagen merken die Leute, dass sie mit den Tieren überfordert sind. Dann müssen wir uns wieder um die Katzen kümmern“, sagte Rump.

Von Frank Hermann

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