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Barsinghausen Alkohol bleibt das größte Suchtproblem
Umland Barsinghausen Alkohol bleibt das größte Suchtproblem
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15:02 30.08.2018
Das Team von der Suchtberatungsstelle Barsinghausen mit Biljana Vicic (von links), Heike Krecke, Heide Eggelmann und Leiterin Angela Freimann. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Als wichtiger Anlaufpunkt für Menschen mit Suchtproblemen deckt die Beratungsstelle im Barsinghäuser Stadtzentrum ein breites und kostenfreies Spektrum für Betroffene und deren Angehörige ab – bei Abhängigkeiten von Alkohol und illegalen Drogen, Tabak und Medikamenten bis zu Spielsucht und Essstörungen. Mehr als 230 Personen haben im Jahr 2017 die Suchtberatungsstelle an der Breite Straße 14 sowie deren Außenstellen in Gehrden, Empelde und Wunstorf zu ersten Hilfsgesprächen aufgesucht.

„In erster Linie geht es dabei um Abhängigkeiten und den schädlichen Missbrauch von Alkohol. Da liegt der Anteil bei ungefähr 75 Prozent“, erläutert Angela Freimann, Leiterin der Suchtberatungsstelle. Zum vierköpfigen Team gehören außerdem die beiden Sozialpädagoginnen und Therapeutinnen Heide Eggelmann und Biljana Vicic sowie Bürokraft Heike Krecke.

Dauerhaft betreute die Beratungsstelle im Vorjahr mehr als 165 Klienten über einen Zeitraum von etwa drei Monaten bis zu eineinhalb Jahren. „Wir schauen in jedem Einzelfall genau hin, wie der jeweilige Hilfsbedarf aussieht. Dann vermitteln wir die Leute in ein passendes Behandlungsangebot“, sagt Biljana Vicic. Dazu gehören vor allem die ambulanten Beratungen und Entwöhnungsbehandlungen sowie die Vermittlungen in Therapiemaßnahmen.

Auffällig sei bei den Hilfesuchenden ein starker Anteil der 40- bis 60-Jährigen. In dieser Altersgruppe setze häufig die Selbsterkenntnis ein, etwas gegen die eigene Suchtproblematik unternehmen zu müssen. „Oft drohen in dieser Situation bereits der Verlust des Arbeitsplatzes oder der familiären Strukturen. Das rüttelt viele Leute auf“, betont Angela Freimann.

Immer häufiger seien es aber auch Angehörige und Freunde der Betroffenen, die tätig werden: Sie schweigen die Abhängigkeit von Suchtmitteln nicht tot, sondern machen auf das Problem aufmerksam.

„Deutlich öfter als in der Vergangenheit kommen jetzt Angehörige in unsere Beratungsstelle, weil sie nicht mehr weiter wissen und Hilfe benötigen“, erklärt Heide Eggelmann. Zumeist seien es die Partner oder die Eltern der Betroffenen, die sich an die Suchtberatungsstelle wenden.

Ein weiterer Schwerpunkt neben der Alkoholsucht sei die Cannabisabhängigkeit bei Jugendlichen. In dieser Altersgruppe sei es schwierig, eine Einsicht in das gefährliche Abhängigkeitsverhältnis zu erreichen. In Zusammenarbeit mit den Schulen aus der Region kümmere sich die Suchtberatungsstelle um die vorbeugende Prävention.

Ziel der Beratungsarbeit unter dem Dach der Paritätischen Gesellschaft für Sozialtherapie und Pädagogik (Step) sei es, ein gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern. „Dabei geht es um einen kontrollierten und verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln“, macht Angela Freimann deutlich.

Zu erreichen ist die Suchtberatungsstelle in Barsinghausen, Breite Straße 14, unter Telefon (05105) 515855, per E-Mail an sbb@step-niedersachsen.de sowie auf der Internetseite www.suchtberatung-barsinghausen.de.

Von Frank Hermann

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