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Barsinghausen Wennigser Straße: Investor baut neuen Zweigruppen-Kindergarten
Umland Barsinghausen Wennigser Straße: Investor baut neuen Zweigruppen-Kindergarten
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15:59 12.10.2018
So wird das neue Wohn- und Geschäftshaus an der Wennigser Straße aussehen. Im Erdgeschoss wird ein Zweigruppen-Kindergarten untergebracht. Quelle: Architekturbüro Dorl
Egestorf

Der zweitgrößte Barsinghäuser Ortsteil Egestorf erhält eine weitere große Kinderbetreuungseinrichtung. Das Bauvorhaben entsteht auf einem Grundstück auf der Westseite der Wennigser Straße. Dort wird der geplante Zweigruppenkindergarten in ein neues Wohn- und Geschäftshaus integriert. Das Ganze hat auch deshalb Modellcharakter, weil es sich um das Projekt eines privaten Investors handelt, der auch für die Suche nach einem geeigneten Betreiber für den Kindergarten selbst verantwortlich zeichnet. „In dieser Form hatten wir das in Barsinghausen bisher nicht“, sagt der Erste Stadtrat Thomas Wolf.

Initiator des Projekts ist der Wennigser Architekt Henning Dorl. Gemeinsam mit seinem Wunstorfer Geschäftspartner Torsten Tessmer hat Dorl eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet, die das Projekt realisiert. Tessmer hat Erfahrung mit ähnlichen Bauvorhaben: Dieser habe bereits in Wunstorf einen Kindergarten gebaut und an die Stadt vermietet, berichtet Dorl. Bei dem 2700 Quadratmeter großen Grundstück an der Wennigser Straße handelt es sich um eine der letzten Baulücken entlang der Durchgangsstraße. Derzeit befindet sich lediglich ein Kiosk auf dem Grundstück. Auch wegen der Größe des Areals und der Lage sei die Idee entstanden, dort nicht nur Wohnungen zu bauen, sagt Dorl. Er sei auf die Stadt zugegangen mit der Idee, einen Kindergarten zu integrieren. Die Resonanz war positiv: Im Stadtgebiet fehlen derzeit rund 200 Betreuungsplätze, und die Verwaltung will es bis 2020 schaffen, das Defizit zu beseitigen. So nahm die Stadt das Angebot des Investors offenbar gerne an. Auch ein Betreiber für die Einrichtung ist nach Dorls Worten bereits gefunden: Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) wird demnach zusätzlich zum Kindergarten Baschelino auch die neue Einrichtung an der Wennigser Straße betreuen.

Der von Dorl konzipierte Gebäudekörper hat zweieinhalb Geschosse und eine L-förmige Grundfläche. Im Obergeschoss ist Platz für vier Wohnungen, die laut Dorl aber auch als Praxen genutzt werden könnten. Zwei weitere Wohnungen mit Penthouse-Charakter entstehen im Dachgeschoss. Insgesamt stehen 510 Quadratmeter Wohnfläche im Gebäude zur Verfügung. Im Erdgeschoss ist nicht nur Platz für den rund 300 Quadratmeter großen Kindergarten. In den zur Wennigser Straße hin ausgerichteten Flachdachanbau soll die Filiale einer ortsansässigen Bäckerei mit rund 100 Quadratmeter Fläche einziehen. Außerdem wird der Kioskbetreiber ein kleines Ladengeschäft mit rund 40 Quadratmeter Fläche nutzen können. „Mir war wichtig, dass der Kiosk an dem Standort erhalten bleibt“, betont Dorl. Darüber hinaus entsteht im Erdgeschoss ein rund 20 Quadratmeter großer Raum, den die Stadtsparkasse als künftige SB-Filiale nutzen möchte.

Bei Konstruktion und Gestaltung des Gebäudes setzt Architekt Dorl auf konventionelle Massivbauweise, eine Putzfassade mit warmen Farben und dunklem Ziegeldach. Die Wohnungen sind über einen Aufzug erreichbar und weitgehend barrierefrei. „Wir wollen noch im Oktober den Bauantrag stellen, im Frühjahr sollen die Bauarbeiten starten“, sagt Dorl. Ziel sei es, dass vor allem das Erdgeschoss mit dem Kindergarten so schnell wie möglich nutzbar sei.

Der Mietvertrag für den Kindergarten sei noch nicht abgeschlossen, weil über dessen Länge noch diskutiert werde, erläutert der Architekt. Er wünscht sich eine möglichst lange Planungssicherheit, allerdings ist nach Dorls Worten bei Verträgen mit mehr als zehn Jahren Laufzeit eine europaweite Ausschreibung vorgeschrieben. „Und das will ich nicht“, sagt er.

Die Stadtverwaltung lobt das Modell der Partnerschaft mit einem privaten Investor zur Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen aus ganz praktischen Gründen. „Das Ganze ist ein deutlich schnellerer Prozess, als wir ihn bieten könnten“, sagt Erster Stadtrat Wolf. Die städtische Gebäudewirtschaft werde ebenso entlastet wie andere Teile der Verwaltung, weil der Investor auch den Betrieb der Einrichtung in eigener Regie organisieren wolle.

Von Andreas Kannegießer

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