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Jugend sucht – und findet mit den Eltern Antworten

Barsinghausen Jugend sucht – und findet mit den Eltern Antworten

Die Goetheschule und das Hannah-Ahrendt Gymnasium haben in einer Kooperation über das Thema Gesundheitserziehung informiert.

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Mit Plakat und Puppe: Silke Schlösser berichtet, was in der Pubertät angesagt ist.

Quelle: Stephan Hartung

Barsinghausen.  Um 18.30 Uhr, als die Veranstaltung „Jugend sucht...“ schon längst beginnen soll, kurven die Autos noch an der Goetheschule entlang, die Parkplatzsuche ist schwierig – hier muss also was los sein. Richtig voll wird es kurz darauf in der Aula der Barsinghäuser KGS. Die Schule hat, zusammen mit dem Hannah-Ahrendt-Gymnasium (HAG), so einem Informationsabend eingeladen.

„Wir freuen uns über die Resonanz. Das zeigt, dass die Themen rund um die Gesundheitserziehung die Leute interessiert“, sagt Silvia Bethe, Leiterin des HAG. „Vor allem ist es toll, dass das Publikum jeweils zur Hälfte aus Schülern und Eltern besteht.“

Ein halbes Dutzend Workshops gibt es an diesem Abend, verteilt auf die diversen Räume in der KGS können Schüler und vor allem Eltern erfahren, welche Probleme aktuell sind und welche mittelfristig im heranwachsenden Alter zu solchen werden können. Alkohol, Drogen, Pubertät oder Medien lauten die Namen der Workshops. Die Initiative für eine Kooperations-Premiere in dieser Form ging vom Präventionsrat der Stadt Barsinghausen aus. „Gut, dass es mit der Umsetzung geklappt hat. Denn die Eltern können nicht alles mitkriegen“, sagt Bethe und betont, „dass die Schüler mit eingebunden waren in die Vorbereitung“.

Vorwiegend Eltern und Schüler aus den Jahrgängen fünf bis neun nahmen teil. Welche Auswirkung Alkohol hat, konnte an einer Station mit einer Rauschbrille getestet werden. Lesen und gerade gehen mit der Brille, die zwei Promille simuliert – das war nicht einfach. Genauso schwierig ist bekanntlich die Pubertät – und das geht alle an. Entsprechend gefüllt mit über 50 Zuhörern war der Klassenraum, in dem Silke Schlösser referierte. Und der Schulsozialarbeiterin des HAG gelang es mit einer feinfühligen Art, zu sensibilisieren – aber auch die Zuhörer zum Lachen zu bringen. „Die jungen Leute wollen cool sein und gut bei Mädchen oder Junge ankommen. Gerade Jungs sehen aber im Wachstum oft schlaksig aus. Teigdrüsen und Schweiß kommen zum schlechte Wohlbefinden hinzu – verzichten Sie also bitte darauf, Ihr Kind auf einen dicken Pickel im Gesicht hinzuweisen. Das sieht es selbst.“

Pubertät ist das traditionelle Thema, Medien und soziale Netzwerke gehören zu den modernen Problemen. Beide Schulen haben Medienscouts, die besonders geschult sind und Tipps geben konnten. „Vor allem Fünftklässer kommen mit ihrem Handy zu uns und glauben, dass sie Kettenbriefe wirklich weiterleiten müssen – und haben Angst vor der Drohung, dass ihnen sonst ein Unglück droht“, berichtet Larissa Eberhardt von der KGS aus dem Schulalltag, wenn sie als dortiger Medienscout angesprochen wird.

Das Fazit des Abends fällt auch bei der KGS positiv aus. „Bei uns an der Schule gibt es im neunten Jahrgang das Profil Gesundheit und Soziales. Mir liegt dieser Bereich sehr am Herzen“, sagt Eva-Maria Ossege. Die KGS-Lehrerin war in die Vorbereitung eingebunden. „Die Kooperation zwischen beiden Schulen ist wichtig. Denn viele Schüler, die uns nach der zehnten Klasse verlassen, wechseln danach zum HAG rüber.“ 

Von Stephan Hartung

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