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Barsinghausen Viel Wind in zweieinhalb Stunden
Umland Barsinghausen Viel Wind in zweieinhalb Stunden
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18:39 06.12.2018
Matthias Miersch diskutiert in Barsinghausen mit vielen Teilnehmern über Windkraft. Quelle: Stephan Hartung
Barsinghausen

Sein Schlusssatz fasste es wunderbar zusammen. „Wir haben viel aufgeschrieben. Das wird spannend in den nächsten Monaten“, sagte Matthias Miersch. Der SPD-Bundestagsabgeordnete hatte zu einer Versammlung zum Thema „Akzeptanz von Windkraftanlagen“ in den ASB-Bahnhof eingeladen. Und das Fazit von Miersch, mit dem er die zweieinhalbstündige Veranstaltung beendete, war eine perfekte Umschreibung davon, dass es ein ausführliches und teils emotionalen Informationsgespräch war – und dass eben noch viel Arbeit vor der Politik liegt.

Im Kern geht es darum, dass die Große Koalition in Berlin laut ihres eigenen Vertrags das Ziel ausgegeben hat, bis 2030 den Anteil Erneuerbarer Energien von derzeit 38 auf 65 Prozent zu steigern. Auf Bundesebene gibt es dafür nun eine Arbeitsgruppe „Akzeptanz“, die sich nur mit dem Thema Windkraft beschäftigt. „Bis zum 31. März 2019 soll diese Arbeitsgruppe Ergebnisse liefern. Heute wollten wir unterschiedliche Interessen in meinem Wahlkreis hören, in dem wir verschiedene Leute an einen Tisch bringen“, sagt Miersch.

Über 40 Menschen waren anwesend – alle aus Mierschs Wahlkreis, darunter Vertreter von Naturschutzbünden, Bürgerinitiativen, Regionsversammlung und Regionsvertretung sowie aus den Rathäusern. Für Barsinghausen (Marc Lahmann) und Gehrden (Cord Mittendorf) saßen die jeweiligen Bürgermeister mit am Tisch. Außerdem schickte das Umweltministerium einen Vertreter.

Ein Problem, das auch auf der Versammlung deutlich wurde: Windkraft wird überall begrüßt, für manche Einzelperson sieht das aber anders aus: Direkt bei sich vor der Haustür will niemand eine Anlage haben – aus Angst vor gesundheitlichen Gefahren.

Laut Matthias Miersch geht es darum, auf drei Ebenen für mehr Akzeptanz zu sorgen. Punkt eins: Planungsrecht. „Die Bürger und Kommunen müssen besser an den Prozessen und Entscheidungen beteiligt werden.“ Punkt zwei: mehr Informationen über die Anlagen an sich – über die gesetzmäßig erlaubten und in jedem Bundesland anders geregelte Maximalhöhe, außerdem der Abstand zur Wohnbebauung. Punkt drei: eine Beteiligung der Kommunen, um eine Steuerersparnis zu erlangen, was ebenfalls für Akzeptanz in der Bevölkerung sorgt.

Nach der Versammlung nahm sich Miersch noch über eine halbe Stunde Zeit für ein Gespräch mit der Presse. Selbst danach war der Versammlungsraum im Bahnhof nicht leer, noch immer diskutierten die Teilnehmer untereinander.

Von Stephan Hartung

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