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Umland Barsinghausen Nachrichten Anna-Forcke-Stift wird zum Hospiz umgebaut
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00:16 10.07.2016
Das imposante Anna-Forcke-Stift am Deisterrand soll im nächsten Jahr zu einem Hospiz umgebaut werden. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Das Anna-Forcke-Stift ist früher als Schwesternwohnheim der Henriettenstiftung genutzt worden, stand aber seit etwa 1998 leer. Die aus Barsinghausen stammenden Investoren verhandeln seit längerer Zeit über den Kauf des Gebäudes, nun steht die Vertragsunterzeichnung nach ihren Angaben unmittelbar bevor.

Die Idee, ein Hospiz in dem Gebäude einzurichten, ist offenbar nicht neu. „Damit würde eine bereits lange bestehende Vision für die Weiterentwicklung der Arbeit des Vereins für Gemeindediakonie in Erfüllung gehen“ kommentiert Joachim Richter, Vorstand des Vereins, die Pläne. Der Vereinsvorsitzende, Pastor Friedhelm Feldkamp, und Richter führen zurzeit Gespräche "mit diakonischen und anderen Fachstellen und Einrichtungen", wie Feldkamp berichtet. „Das geplante Hospiz kann nur im Zusammenspiel mit den anderen Aktiven und dem guten Netzwerk in der ambulanten Versorgung in Barsinghausen erfolgreich gegründet werden", betont Feldkamp. Dazu gehören nach den Worten des Vorsitzenden der Ambulante Hospizdienst Aufgefangen, das Palliativnetzwerk und die Palliativversorgung durch die Diakonie-Sozialstation Barsinghausen-Ronnenberg. Der Aufsichtsrat und die Mitgliederversammlung hätten dem Vorhaben jeweils einstimmig zugestimmt.

Der Verein für Gemeindediakonie Barsinghausen existiert seit 1889 in Barsinghausen. Nach Mitteilung von Feldkamp ist er Träger des Alten- und Pflegeheims Marienstift und unter anderem Gesellschafter der Diakonie-Sozialstation Barsinghausen-Ronnenberg gGmbH und des Barsinghäuser Petrushofes, einer Einrichtung für seelisch oder psychisch Kranke. Dem Verein gehören als institutionelle Mitglieder die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Barsinghausen, die Stadt Barsinghausen, die Klosterkammer Hannover und der Kirchenkreis Ronnenberg an.

Das im Jugendstil erbaute Anna-Forcke-Stift war 1908 als Wohnheim für alte und kranke Schwestern eröffnet worden und bot Platz für etwa 50 Bewohnerinnen. Das Baudenkmal verfiel in den vergangenen Jahren zusehends. Besonders ein Brand in einem Gebäudeflügel im Frühjahr 2012 hat der Gebäudesubstanz schwer zugesetzt. Das Anwesen stand seit Jahren zum Verkauf, ursprünglich für eine siebenstellige Summe. Im Herbst 2015 hatte es ein Makler für 380 000 Euro angeboten.

Nach Angaben der Investoren sind vor der Kaufvertragsunterzeichnung lediglich noch Details zu klären. Der Umbau werde vermutlich im nächsten Jahr beginnen, teilte die Familie mit. Der an der Bergstraße gelegene untere Teil des großen Hanggrundstücks soll den Plänen zufolge anderweitig genutzt werden.

Von Andreas Kannegießer

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