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Umland Barsinghausen Nachrichten Antje Wiskow kontrolliert städtische Bäume
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00:16 29.09.2017
Antje Wiskow kontrolliert den städtischen Baumbestand und legt ein neues digitales Baumkataster für die kommunalen Flächen an. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Kranke Bäume mit Totholz und abgestorbenen Ästen stellen nach Angaben der Expertin ein erhebliches Gefahrenpotenzial dar.

"Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht sind regelmäßige Kontrollen durch geschultes Personal erforderlich. So können wir Gefahren rechtzeitig erkennen, wenn tote Äste in den Baumkronen hängen oder der gesamte Stamm von Pilzen befallen ist", erläutert die Verwaltungsmitarbeiterin aus dem Fachdienst Tiefbau.

Für die aufwändigen Kontrollen seien unterschiedliche Zeitabstände erforderlich: Häufige Untersuchungen bei älteren Bäumen auf Flächen mit viel Publikumsverkehr sowie größere Zeitintervalle bei einem jüngeren Baumbestand in Nebenbereichen.

"Da reicht ungefähr alle zwei Jahre eine Nachschau. Aber zum Beispiel auf dem Platz Unter den Eichen kontrollieren wir in deutlich kürzeren Abständen etwa alle halbe Jahre. Dieser Platz wird schließlich von der Freilichtbühne als Parkfläche für die vielen Besucher genutzt, und die Bäume zeigen in diesem Bereich immer wieder Anzeichen von Krankheiten", macht Wiskow deutlich.

Deutlich erkennbare Zeichen für eine Erkrankung seien außer Totholz insbesondere ein Pilzbefall sowie Schäden an den Rinden und Risse an den Stämmen. Zu den Erfahrungen der zertifizierten Baumkontrolleurin gehören die immer deutlicheren Auswirkungen des Klimawandels.

"Extreme Witterungseinflüsse mit langen Trockenphasen oder heftigen Niederschlägen setzen den Bäumen erheblich zu. Da haben viele Schädlinge leichtes Spiel", sagt Antje Wiskow.

Parallel zu den Baumkontrollen nimmt die Expertin viele Daten für das erste digitale Baumkataster der Stadt Barsinghausen auf. Per Hand gibt sie Angaben zu den rund 4000 Bäumen auf städtischen Flächen in den tragbaren Computer ein – von Alter, Art und Gattung bis zu den Standortbedingungen und dem allgemeinen Zustand der Bäume.

Das Kataster ermögliche in Zukunft einen genauen Überblick und erleichtere Maßnahmen zur Pflege sowie zum Schutz der Bäume.

Von Frank Hermann

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