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Nachrichten SPD, CDU und 99er Narren verabschieden Karneval
Umland Barsinghausen Nachrichten SPD, CDU und 99er Narren verabschieden Karneval
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17:54 21.02.2018
Die 99er Narren haben den Karneval verabschiedet. Quelle: Joachim Bauer
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Kirchdorf/Bantorf/Eckerde

 Gleich drei Mal wurde der Karneval am Aschermittwoch verabschiedet: Während sich die 99er Narren in der Alten Schule in Eckerde versammelt hatten, hatte die SPD Kirchdorf zum traditionellen Essen mit Sketchen und satirischen Nachrichten in die Arche nach Kirchdorf und der CDU Stadtverband zum Treffen mit Heringsessen und Auftritt von Entertainer Alexander Munke in das Café am Schafstall in Bantorf eingeladen. Traditionell begehen SPD und CDU den Wechsel vom Karneval zur Fastenzeit mit eigenen Treffen, bei denen die Besucher jeweils Matjesheringe mit Pellkartoffeln verspeisen. 

Während in der Alten Schule die Pellkartoffeln mit Hering vorbereitet wurden, zogen die Narren und ihre Gäste pünktlich um 19.11 Uhr los, um – wie es der Brauch verlangt –die Geldbörsen auszuwaschen. Eigentlich wird das immer im Hausgraben des Ritterguts der Familie von Heimburg gemacht. Doch da dieser in diesem Jahr zugefroren ist, wurde Kurzerhand eine Alternative gesucht: Statt im Brunnen wurden die Geldbörsen einfach in einer Plastikschüssel versenkt. 

Die 99er Narren haben den Karneval verabschiedet. Quelle: Joachim Bauer

Dann ging es weiter zum Heimatstein – schwarz gekleidet und mit gesenkten Häuptern.  Zum Andenken an die erfolgreiche Karnevalszession 2017/2018 legten sie einen Schleifenkranz nieder, der mit bunten Luftballons geschmückt war.  Zum letzten mal erklang dort in dieser Karnevals-Saison ein dreifaches „Eckerde Helau“. Anschließend zogen die Narren zurück zur Alten Schule, wo in gemütlicher Runde Pellkartoffeln mit Fisch serviert wurde. Dabei langten dann auch alle ordentlich zu –immerhin mussten sich die Narren für die bevorstehnde Fastenzeit wappnen, die immerhin 40 Tage andauert.

Seit Februar 1999 gibt es die 99er Narren. Damals gründeten acht Mitglieder der Ortsfeuerwehr Eckerde eine „Gemeinschaft zum Erhalt und zur Förderung von Frohsinn und Geselligkeit“. Darum gelten die Narren auch als fünfte Abteilung der Feuerwehr Eckerde.

Satirische Nachrichten mit der SPD Kirchdorf

In der Arche in Kirchdorf aßen die rund 60 Gäste auf Einladung der SPD Abteilung Kirchdorf zunächst traditionell Matjes mit Pellkartoffeln und „Hausfrauensoße“. So deftig gestärkt, hatten die SPD-Mitglieder viel Zeit, sich an kleinen Sketchen, die von  Ortsverbandsvorsitzenden Reinhard Dobelmann, Doris Pelstring, Vorsitzende der Abteilung Kirchdorf, und ihrem Vorgänger Axel Espey  aufgeführt wurden. Pelstring sorgte bereits bei ihrer Begrüßung für Lacher, als sie über die Erneuerung der Müllabfuhr berichtete. So sollen in Zukunft in Barsinghausen 26 Tonnen für jeden Haushalt bereitgestellt werden – damit der Abfall alphabetisch entsorgt werden kann.  “Die neue Mülltrennung soll dabei durch ihre Einfachheit bestechen“ erklärte die Vorsitzende – vor allem, da man vorerst bei einigen Bezeichnungen noch tolerant sein wolle. „Gouda, Edamer oder Bonbel beispielsweise können sowohl unter dem jeweiligen Buchstaben als auch unter K wie Käse entsorgt werden“, sagte Pelstring.

Axel Espey und Doris Pelstring führen einen kleinen Sketch auf. Quelle: Malecha

  Das beste hoben sich die drei für den Schluss auf: Wie schon seit Jahren erfreuten sich die Gäste zu späterer Stunde noch an den „satirischen Weltnachrichten“ erfreuen, bei dem sie nicht nur die Flughafengesellschaft BER und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU sondern auch Nachrichten aus dem Deister aufs Korn nahmen. Doch es gab an diesem Abend nicht nur Seitenhiebe auf den „Feind“, auch ihre eigenen Parteigenossen kamen nicht ungeschoren davon. Unter anderem war Martin Schulz zu Gast –in Form eines „nicht mehr ganz standfestem“ Pappaufstellers. „Der hat ein bisschen gelitten und wir wollten nicht, dass er so alleine ist heute“, kommentierte Dobelmann. 

Traditionell werden Matjes mit Pellkartoffeln gereicht. Quelle: Malecha

„Adler-Sprache“ mit Alexander Munke beim CDU Stadtverband

Wie auch bei der SPD stand auch beim CDU Stadtverband der Spaß im Vordergrund. Nach dem traditionellen Fischesse, der offiziellen Begrüßung durch den Stadtverbandsvorsitzenden Gerald Schroth und einem Blick auf die aktuelle politische Lage von der Bundestagsabgeordneten Maria  Flachsbarth unterhielt Entertainer Alexander Munke die mehr mit seinem Vortrag über Adler-Sprache und erklärte nebenbei noch, wie Mitglieder zu Markenbotschaftern ihrer Partei werden können. Der Motivationstrainer und Markenbotschafter berichtete ausführlich und zum Teil auch humorvoll über seine These von den "Hühnern" und den "Adlern" – und davon, warum jeder einen Vogel hat.

Alexander Munke unterhält beim Aschermittwochstreffen des CDU Stadtverbands Barsinghausen im Cafe im Schafstall. Rund 80 Gäste waren der Einladung gefolgt. Quelle: Malecha

Auf charmante Art versuchte er die Gäste weiterzubilden.  "Adler sehen immer zuerst die Chancen, während Hühner sich hinter den Risiken verstecken", sagte Munke, der immer wieder auch mit einem Huhn- und einem Adler-Kuscheltier rumfuchtelte.  Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Hühner-Menschen und Adler-Menschen? Munke hat dafür so einige Beispiele: „Sagen wir ein Kunde ruft an:’Guten Tag. Kann ich bitte den Chef sprechen?’“ Was würde ein Huhn darauf antworten? Laut Munke „Der ist im Moment nicht da.“ Der Adler hingegen würde sagen: „Ja, herzlich gern. Ich erwarte Ihn in zwei Stunden zurück, bitte geben Sie mir Ihre Nummer, er ruft Sie an.“ Adlersprache – das seien positive und lösungsorientierte Formulierungen. Und davon sollte sich jeder eine Scheibe abschneiden, forderte Munke die Gäste auf. Wie das geht? Einen ganz einfachen Tipp, den jeder sofort umsetzen kann, gibt der Entertainer den Zuhörern gleich mit: „LMAA – Lächle mehr als andere“, denn dann komme man ohne viel zu tun schon besser an. 

Alexander Munke unterhält beim Aschermittwochstreffen des CDU Stadtverbands Barsinghausen im Cafe im Schafstall. Rund 80 Gäste waren der Einladung gefolgt. Quelle: Malecha

Von Lisa Malecha

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