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Nachrichten Aufarbeitung von Windwurfholz im Privatwald ist aufwendig
Umland Barsinghausen Nachrichten Aufarbeitung von Windwurfholz im Privatwald ist aufwendig
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00:34 01.06.2018
Bei der Forstbegehung stellen die Mitglieder der Forstinteressentenschaft einen neuen Naturtisch aus einem dicken Eichenstamm neben ihrer Köte auf: Manfred Rasche (von links), Norbert Lichey, Hermann Haun, Herbert Benne, Vorsitzender Wilhelm Gieseke und Förster Thomas Seel-Schwarze. Quelle: Privat
Barsinghausen

Die traditionelle Forstbegehung der Mitglieder der Forstinteressentenschaft Barsinghausen-Altenhof hat in diesem Jahr ganz im Zeichen der Folgen des Orkans Friederike gestanden. Das Sturmtief war am 18. Januar über Deutschland hinweggefegt und hatte auch im Deister zahlreiche Bäume umgeworfen. „Friederike hat erhebliche Schäden auf den Flächen der Forstinteressentenschaft angerichtet“, sagte Förster Thomas Seel-Schwarze von der Kniggeschen Forstverwaltung. Er betreut im Auftrag der Forstinteressentenschaft deren rund 250 Hektar großen Privatwald.

Nach den Worten von Seel-Schwarze hat der Sturm binnen drei bis vier Stunden rund 1800 Festmeter Holz an Windwurf verursacht. Das ist deutlich mehr als der normale Jahreseinschlag auf der Fläche der Forstgenossen, der laut Seel-Schwarze bei etwa 1300 Festmeter liegt. Dennoch ist der Sturm für die Waldbesitzer letztlich noch „glimpflich ausgegangen“, wie der Betreuungsförster betonte. Die umgeworfenen Bäume seien zumeist einzeln über die gesamte Betriebsfläche verstreut umgeworfen worden. Lediglich oberhalb des sogenannten Neuen Weges im Bullerbachtal gebe es eine rund zwei Hektar große Fläche, die großflächig zerstört worden sei. „Die vielen Einzelwürfe machen die Aufarbeitung allerdings aufwendiger“, betonte Seel-Schwarze. Dennoch sind die Forstarbeiter bei der Beseitigung der Schäden schon weit fortgeschritten: Die Aufarbeitung sei zu etwa 95 Prozent abgeschlossen, sagte der Betreuungsförster. Mit dem Rest wollen sich Seel-Schwarze und seine Mitarbeiter Zeit lassen: „Der Holzmarkt ist stark belastet und die Preise sind im Keller“, erläuterte der Förster. Er hofft, dass sich die Situation bis zum Jahresende wieder entspannen wird.

Als Friederike im Januar wütete, hatte der normale Einschlag auf den Flächen der Forstinteressenten noch gar nicht begonnen. Der ist nun ausgesetzt. Die Aufforstung solle schnell abgeschlossen werden, kündigte Seel-Schwarze an. „Und nach der Aufarbeitung werden wir auch die Wege wieder in Ordnung bringen .“

Probleme bereitet der Forstinteressentenschaft derzeit auch die Folgen des feuchten, zugleich aber überdurchschnittlich warmen Wetters im vergangenen Herbst und Winter. Die Folge ist ein Pilzbefall vieler Douglasien im Revier mit der sogenannten Douglasienschütte. Erkennbar sei der Befall durch die Rotfärbung von Ästen und Zweigen. Der Pilz sei nicht kurzfristig lebensbedrohlich für die Bäume, sagte Seel-Schwarze. Zunächst drohe aber ein Zuwachsverlust bei befallenen Bäumen. „Der Pilz kann langfristig zum großen Problem werden“, sagte Seel-Schwarze. Gezielte Auslichtungen sollen nun die Luftfeuchtigkeit in den Douglasienbeständen verringern helfen.

Den geselligen Abschluss ihrer Forstbegehung feierten die Mitglieder der Forstinteressentenschaft traditionell rund um die sogenannte Köte, eine Hütte inmitten der eigenen Bestände im Deister.

Von Andreas Kannegießer

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