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Nachrichten Bauausschuss diskutiert über Windparkpläne
Umland Barsinghausen Nachrichten Bauausschuss diskutiert über Windparkpläne
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00:36 19.04.2018
In der Diskussion um den geplanten Windpark zwischen Egestorf und Degersen bringt vor allem die gewaltige Höhe der Anlagen von mehr als 240 Metern die Anlieger gegen das Projekt auf. Quelle: dpa
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Barsinghausen

 Die nächste Sitzung des städtischen Bauausschusses am Donnerstag, 19. April, verspricht umfangreiche Diskussionen auf gleich mehreren Themenfeldern. Im Mittelpunkt steht der geplante Windpark in der Feldmark zwischen Egestorf, Degersen und Redderse. Nachdem die Diskussion darüber – etwa in der Nachbarkommune Wennigsen – bereits seit Monaten geführt wird, ist das Projekt nun erstmals in Barsinghausen Thema in einer öffentlichen Veranstaltung der Stadt. Vertreter des potentiellen Windparkbetreibers WPD wollen in der Sitzung ihre Pläne vorstellen. Nach der Kritik von Anliegern an den riesigen Anlagen hatte das Unternehmen zuletzt bereits angekündigt, nur noch fünf statt der bisher geplanten sieben Windräder bauen und somit den Abstand zur nächsten Wohnbebauung von 800 auf 1000 Meter vergrößern zu wollen. 

Die Ausschusssitzung in der Aula des Schulzentrums Am Spalterhals beginnt um 18 Uhr. Die Diskussion zum sogenannten Vorranggebiet Windenergie wird unter Tagesordnungspunkt 14 aufgerufen, gleich im Anschluss die Debatte über die von der Stadtverwaltung angestrebte Klage gegen das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP), das die rechtliche Grundlage für den Windpark bildet. Im Interesse von Bürgern, die ausschließlich an diesen beiden Tagesordnungspunkten Interesse haben, hat die Stadtverwaltung einen Zeitplan festgelegt: Erst ab 20 Uhr soll das Thema Windkraft behandelt werden. Sollten die vorangegangenen Tagesordnungspunkte schneller abgearbeitet sein als gedacht, „werden wir warten“, wie Bürgermeister Marc Lahmann betont.

Die FDP-Ratsfraktion und die Fraktion Aktiv für Barsinghausen (AfB) haben unterdessen einen Entwurf für eine Resolution vorgelegt, die an die Landesregierung gerichtet werden soll und die eine Änderung des geltenden Windenergieerlasses zum Ziel hat. Die Antragsteller wünschen sich, dass die Mindestabstände für Windenergieanlagen zu Siedlungen erhöht und den Regeln anderer Bundesländer angeglichen werden. In Nordrhein-Westfalen werden diese Regeln gerade verschärft, in Bayern gilt die zehnfache Anlagenhöhe als Mindestabstand. Ein Ansatz mit einer höheren Abstandsregelung als bisher „wäre eine dramatische und durchaus angemessene Verbesserung für die betroffenen Nachbarschaften“, schreibt FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Klockow. Der SPD-Regionsabgeordnete Dirk Härdrich hat sich in einer Stellungnahme gegen eine Klage gegen das RROP ausgesprochen. Statt dessen fordert er Verhandlungen mit den Betreibern über Kompromisse bei der Anlagenhöhe.

Von Andreas Kannegießer

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