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Umland Barsinghausen Nachrichten Grüne fordern Widerruf der Schießgenehmigung
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13:41 23.02.2018
Die Barsinghäuser Grünen protestieren gegen den Großkaliber-Schießbetrieb – so wie hier bei einer Landesmeisterschaft – im Schützenhaus In den Alten Schütten. Quelle: Archiv
Barsinghausen

 Im Konflikt um den Schießbetrieb des Vereins für Großkaliber- und Kleinkaliberschießen Hannover im Deister haben sich die Barsinghäuser Grünen eindeutig positioniert. Sie fordern einen Widerruf der Genehmigung für den Schießbetrieb des Vereins im Schützenhaus in den Alten Schütten.

Grünen-Ortsverbandssprecher Helmut Freitag hat sich in einem Schreiben an die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf Regionsebene gewandt und darin die aktuellen Probleme geschildert und Konsequenzen gefordert. „Die Belastungen durch den Betrieb sind enorm. Im Siedlungsbereich nicht nur von Alt-Barsinghausen und im Landschaftsschutzgebiet Deister sind störende Knallgeräusche über Kilometer zu hören“, schreibt Freitag an die Parteifreunde. Naturschutz und Naherholung würden durch die Genehmigung der Region ad absurdum geführt. „Ein Hobby wie das Großkaliberschießen kann keine ernsthafte Begründung sein, die Lebensqualität von tausenden Anwohnern spürbar zu mindern“, argumentiert der Ortsverbandssprecher. Auch wirtschaftliche Nachteile für Ausflugsgaststätten und touristische Ziele seien nicht auszuschließen.

Die Barsinghäuser Grünen verweisen darauf, dass auch Schulen und Altenheime im lärmbelasteten Bereich lägen, denn die Genehmigung erlaube auch das Schießen am Vormittag – auch wenn das in der Woche bisher ausgeblieben sei.

Freitag appelliert an die grüne Regionsfraktion, alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Genehmigung für das Großkaliberschießen am Barsinghäuser Waldrand zu widerrufen. „Mit steigenden Temperaturen werden tausende von Barsinghäuser Bürgerinnen und Bürger feststellen, dass sie in ihren Gärten einem unzumutbaren Lärmpegel ausgesetzt sind“, schreibt er. Die Grünen weisen zudem auf zwei Möglichkeiten für Betroffene hin, sich direkt mit ihrem Anliegen an Politiker oder die Regionsverwaltung zu wenden: Am Dienstag, 20. Februar, beginnt um 10 Uhr eine Sitzung des Regions-Umweltausschusses im Neuen Kreishaus in der Hildesheimer Straße 18 mit vorheriger Einwohnerfragestunde. Darüber hinaus gibt es am Mittwoch, 21. Februar, ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Thema in der Mensa des Schulzentrums Am Spalterhals.

Von Andreas Kannegießer

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