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Umland Barsinghausen Nachrichten Kita-Angebot: Eltern wollen noch besser informiert werden
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00:35 14.06.2018
Die Stadtverwaltung Barsinghausen hat Eltern zur Qualität der Betreuung in Kindergärten und Krippen und die Rahmenbedingungen befragt. Quelle: dpa
Barsinghausen

Die Barsinghäuser Stadtverwaltung will das eigene Informationsangebot über Kinderbetreuungseinrichtungen verbessern und das Vergabeverfahren der Plätze transparenter gestalten. In diesem Bereich gibt es bisher offenbar Defizite, wie jetzt eine schriftliche Umfrage unter Eltern ergeben hat. Außerdem sieht der zuständige Fachdienst Anpassungsbedarf bei den Betreuungszeiten in den Ortsteilen an die Elternwünsche. Gute Noten gibt es von den Eltern bezüglich der Kompetenz und des Engagements der Betreuungskräfte in den Einrichtungen.

Der Fachdienst Kinderbetreuung ist stolz darauf, dass die umfangreiche Elternumfrage binnen weniger Monate umgesetzt und ausgewertet werden konnte. Erst im Februar sei die Befragung beschlossen worden, jetzt lägen bereits erste Ergebnisse vor, sagte Fachdienstleiter Claudius Reich in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses. „Die Kollegen haben gut gearbeitet.“

Mit der Umfrage wollte die Verwaltung vor allem den Betreuungsbedarf der Eltern als Grundlage für die weitere Kindergartenplanung abfragen. Außerdem ging es darum, ein Urteil über die Qualität der Einrichtungen zu erhalten. Der Fachdienst hat insgesamt 520 Fragebögen an Barsinghäuser Familien mit Kindern geschickt, die spätestens 2019 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben werden. Die Rücklaufquote war überraschend hoch: 248 Familien haben den Fragebogen zurückgeschickt, was einer Quote von 48 Prozent entspricht. „Das ist eine gute Resonanz“, sagte Fachdienst-Mitarbeiter René Beck. Besonders gut mitgearbeitet haben die Eltern in Kirchdorf: Dort sind alle 32 verschickten Fragebögen auch wieder an die Verwaltung zurückgeschickt worden. Unterdurchschnittlich war die Beteiligung an der Befragung hingegen in der Barsinghäuser Kernstadt und in Hohenbostel.

Rund 57 Prozent der Eltern benötigen einen Ganztags-Betreuungsplatz, und 49 Prozent der Eltern möchten einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Rund zwei Drittel der Eltern, so hat die Umfrage ergeben, wünschen sich erweiterte Betreuungszeiten über das Standardangebot hinaus, wobei die meisten Familien es für ausreichend halten, wenn die ganztägige Betreuungszeit bis etwa 16 Uhr dauert.

Bei den Fragen zur Anmeldesituation gab es ein differenziertes Bild: Jeweils deutlich über 80 Prozent der Eltern fühlten sich „freundlich und wertschätzend behandelt“ und äußerten sich positiv über die verschiedenen möglichen Anmeldewege wie etwa das Onlineverfahren. Gleichzeitig gaben aber weniger als 40 Prozent der Eltern an, dass das Vergabeverfahren „klar zu verstehen“ sei. Auch über die unterschiedlichen Einrichtungen und die individuellen Betreuungszeiten fühlen sich weniger als die Hälfte der Befragten gut informiert.

Ebenfalls rund 80 Prozent der Eltern haben nach eigenen Angaben ihren Platz in der Wunsch-Kindertagesstätte erhalten, weitere 15 Prozent eine von ihnen angegebene Alternative. Zu denken gibt sowohl Verwaltung wie auch Politik die Antwort auf die Frage, ob die Betreuungszeit in der jeweiligen Einrichtung ausreichend ist, „um Familie und Beruf zu vereinbaren“. Immerhin 32 Prozent der Eltern haben mit „trifft weniger zu“ oder „trifft nicht zu“ geantwortet oder sich enthalten. „Wir werden Erkenntnisse aus der Umfrage ziehen“, kündigte Fachdienstleiter Reich an. Die Verwaltung werde Pläne schmieden, um die Betreuungszeiten noch besser an die Bedarfe der Eltern anzupassen.

Kritik gab es in der Ausschusssitzung daran, dass das von der Verwaltung 2017 ausgerufene Aktionsprogramm InKib für zusätzliche Betreuungsplätze nach anfänglichen Erfolgen nicht mehr so recht vorankomme. „Die Kritik ist berechtigt“, sagte Erster Stadtrat Thomas Wolf. „Wir können den Bedarf nach Plätzen nicht so schnell decken, wie wir uns das wünschen.“ Nach Reichs Worten ist einer der Gründe dafür, dass die Stadt bei den Vorhaben auf Partner angewiesen und „nicht überall Kopf des Verfahrens“ sei.

Von Andreas Kannegießer

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