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17:33 11.03.2018
Der Vorstand der Deisterfreun.de bedankt sich mit Geschenken bei den besonders aktiven Vereinsmitgliedern. Quelle: Mirko Haendel
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Barsinghausen/Wennigsen

 Der Mountainbikeverein Deisterfreun.de ist mit seinen Mountainbiketrails im Deister beim Orkantief „Friederike“ Mitte Januar mit einem blauen Auge davongekommen. Wie der Leiter des vereinseigenen Trail-Bautrupps, Steffen Hammel, während der Jahresversammlung mitteilte, ist der Ladies only-Trail, die Strecke mit den aufwendigsten Bauten, komplett von Zerstörungen verschont geblieben. Dafür sei die Linienführung des Ü30-Trails auf dem Abschnitt zwischen Hoher Warte und Polenzweg von mehr als 20 umgestürzten Bäumen unterbrochen worden. „Das ist sehr schade“, sagte Hammel, „da müssen wir zunächst improvisieren, bis die Landesforsten die Bäume innerhalb der nächsten Monate weggeräumt haben“. Die Mountainbiker hoffen, dass diese Arbeiten bis Mitte des Jahres größtenteils erledigt werden können, denn für Sonnabend, 16. Juni, planen sie die dritte Auflage ihres Abfahrtrennens, das die Mitglieder über eben diesen Trail führt.

Ansonsten ist die Stimmung bei den Mountainbikern gut. „Wir sind ein echt cooler Verein, weil bei uns nicht nur der Vorstand etwas macht, sondern sich so viele Mitglieder engagieren und helfen“, lobte der 2. Vorsitzende des Vereins, Rüdiger Dinse. Viele Mitglieder hatten sich im vergangenen Jahr bei der Pflege der Strecken im Deister, bei der Organisation des Vereinsrennens, dem Fest auf dem Passparkplatz und bei der Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) engagiert und so dazu beigetragen, dass der Verein weiter wuchs und zudem der Pachtvertrag mit den NLF vor kurzem erneut um ein weiteres Jahr verlängert wurde.

Dinse nannte verschiedene Beispiele, um das große Engagement seiner Vereinsfreunde zu verdeutlichen. Das dreiköpfige sogenannte Buddelteam, das sich regelmäßig um die Pflege der drei Abfahrtstrecken kümmert, sei für diese Arbeiten im vergangenen Jahr für deutlich mehr als 1100 Stunden im Wald gewesen. Das sind pro Person zehn Arbeitswochen à 40 Stunden. Die Digital- und Multimedia-Spezialisten unter den Vereinsmitgliedern hätten mit dem Aufbau einer neuen Homepage, der verlässlichen Betreuung der Social Media-Auftritte sowie der Veröffentlichung selbst produzierter Filme dafür gesorgt, dass die Deisterfreun.de mittlerweile deutschlandweit bekannt und vernetzt seien.

Ende 2017 zählte der Verein 292 Mitglieder. Das sind noch einmal 54 Personen mehr als im Jahr zuvor. Einnahmen von 19.000 Euro stehen laut Kassenwart Mark Wolf Ausgaben von etwa 18.500 Euro gegenüber. Alleine 6000 Euro gaben die Deisterfreun.de für die Streckenpflege und das dafür benötigte Werkzeug aus. Die Kosten für die Pacht der Strecken von den Landesforsten betrug fast 1300 Euro.

Dinse lobte die gute Zusammenarbeit mit den Landesforsten. Insbesondere im Vorfeld der neuerlichen Vertragsverhandlungen seien beide Parteien sehr offen, kooperationsbereit und vertrauensvoll miteinander umgegangen.

Am Ende der Versammlung wählten die mehr als 70 anwesenden Mitglieder Frederic Paret zum Gewinner des diesjährigen Sturzpokals. Paret hatte seine Vereinsfreunde mit dem Bericht über seinen Sturz vom Fahrrad, der den Abbruch zweier Dornfortsätze an der Wirbelsäule zur Folge hatte, überzeugt. Dinse konnte den Gewinner angesichts der mehrmonatigen Verletzungspause beruhigen: „Jeder, der den Wanderpokal gewonnen hat, hat sich in den folgenden zwölf Monaten nicht verletzt.“

Von Mirko Haendel

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