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Umland Barsinghausen Nachrichten Junge Leute an Pflegeberufe heranführen
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00:26 17.06.2018
Sie reden über Strategien gegen den Fachkräftemangel in den Pflegeberufen: Dirk Hartfiel (von links), Christine Schmidt, Thomas Wolf, Reinhard Meyer, Max Matthiesen, Yvonne Salewski und Susanne Schott-Lemmer. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Über Strategien gegen den Fachkräftemangel insbesondere in den Pflegeberufen haben rund 40 Teilnehmer des siebten Ausbilderfrühstücks im Brigittenstift-Altenzentrum diskutiert. Zudem kündigte der stellvertretende Bürgermeister Max Matthiesen an, die Barsinghäuser Ausbildungsmessen in einer neuen Trägerschaft fortsetzen zu wollen.

Auf dem Ausbildungs- und Stellenmarkt haben die Pflegeberufe ein schwierigen Stand. „Examinierte Kräfte und auch Pflegehelfer sind Mangelware“, erläuterte Dirk Hartfiel, Leiter des Brigittenstiftes. Um auf genügend Fachpersonal zurückgreifen zu können, wolle das Altenzentrum seine Bemühungen zur Ausbildung qualifizierter Kräfte verstärken.

Zu diesem Zweck strebe das Brigittenstift eine Kooperation mit Barsinghäuser Schulen an. „Unser Ziel ist es, junge Leute frühzeitig für die Pflege alter und kranker Menschen zu interessieren. Denn dieser Beruf bietet viele Möglichkeiten“, erläuterte Susanne Schott-Lemmer vom Vorstand des Evangelischen Hilfsvereins, Träger des Brigittenstiftes mit seinen 81 stationären Plätzen und rund 40 Mitarbeitern im Pflegebereich.

Derzeit beschäftige das Altenzentrum drei Auszubildende, im August beginnen zwei neue Lehrlinge ihre dreijährige Ausbildung. „Darunter ist eine Kollegin, die bereits seit etwa 20 als Helferin bei uns in der Pflege arbeitet und nun ihr Examen anstrebt“, betonte Schott-Lemmer.

Dieses Beispiel zeige: Der Beruf von Mensch zu Mensch übe durchaus einen großen Reiz aus -- auch wenn die Pflege immer noch unter einem Imageproblem leide.

Zum Netzwerk für mehr Ausbildung in Barsinghausen gehören außer den Frühstücksrunden mit Vertretern aus Betrieben, Schulen, Politik und Verwaltung insbesondere auch die Ausbildungsmessen. Für diese Messen kündigte der ehemalige Landtagsabgeordnete Max Matthiesen als Initiator eine Neuorganisation an.

Künftig übernimmt ein neu gegründeter Verein die Trägerschaft für die Ausbildungsmesse. Bislang habe das Landtagsbüro von Matthiesen die Organisation übernommen. Diese Möglichkeit besteht nun nicht mehr.

„Darum haben wir den neuen Trägerverein gegründet, der mit den Fachleuten von Pro Beruf und dem Verbund Pro Regio zusammenarbeitet“, kündigte Matthiesen an. Ursprünglich war die nächste Ausbildungsmesse für den 25. September im Zechensaal vorgesehen, wird wegen Terminüberschneidungen aber voraussichtlich auf November verschoben.

Von Frank Hermann

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