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00:15 14.01.2017
Neue Doppelspitze: Die beiden Geschäftsführer Dieter Lohmann (links) und Thomas Schmidt führen die Alte Zeche GmbH, die gemeinnützige Betriebsgesellschaft des Barsinghäuser Besucherbergwerks. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

"Im Sommer ist die Nachfrage groß, im Winter zurzeit weniger", erläutern die beiden Geschäftsführer der Alten Zeche GmbH, Dieter Lohmann und Thomas Schmidt. Unter Tage herrschten aber rund ums Jahr dieselben guten Bedingungen für Befahrungen, sagt Schmidt. "Das wird vielfach falsch eingeschätzt."

Schmidt hat als Co-Geschäftsführer die Nachfolge des im vergangenen Jahr gestorbenen Günter Friehe angetreten. "Er macht seine Sache sehr gut. Etwas Besseres könnten wir uns gar nicht wünschen", lobt Lohmann seinen neuen Mitstreiter, der vor der Pensionierung das Barsinghäuser Polizeikommissariat geleitet hatte. Mit der Doppelspitze will die Alte Zeche-Führung zugleich sicherstellen, dass das gemeinnützige Unternehmen auch bei Krankheitsfällen jederzeit handlungsfähig bleibt. Immerhin wird Lohmann demnächst 80 Jahre alt. "Wir brauchen unbedingt eine doppelte Zeichnungsberechtigung", betont er.

Im vergangenen Jahr hat die Alte Zeche aus eigenen Mitteln rund 40.000 Euro in die Reparatur einer ihrer drei Elektro-Lokomotiven investiert. Die 54 Jahre alte E-Lok vom Typ EL9 war rundum sanierungsbedürftig, wie Lohmann berichtet. "Irgendwann geht es nicht mehr." Es gebe aber nicht mehr viele Firmen, die so alte Lokomotiven aufarbeiten könnten. Erledigt wurde die Arbeit schließlich von einem Unternehmen in Klostermansfeld (Sachsen-Anhalt). Auf der Ladefläche eines Lastwagens war die drei Tonnen schwere Grubenlok mit ihrem gewaltigen Akkusatz aus Bleizellen nach Sachsen-Anhalt und wieder zurück transportiert worden. "Die Firma hat ganze Arbeit geleistet", lobt Lohmann. "Die Lok sieht aus wie aus dem Laden."

Die alte Elektrotechnik erfordert allerdings auch nach der Sanierung viel Wartungsaufwand. "Wir müssen häufig Wasser in die Akkus nachfüllen", sagt Lohmann. Die Alte Zeche habe zwei neue Ladegeräte angeschafft, die die Bleiakkus automatisch laden können. Mit einer vollen Akkuladung schafft die alte Grubenlok nach Lohmanns Worten etwa zehn Einfahrten in den gut 1400 Meter tiefen Klosterstollen.

Unter Tage ist die Alte Zeche dabei, im Bereich der sogenannten Südgrundstrecke einen ausgedehnten Kohlepfeiler freizulegen, der während des Bergwerksbetriebs dort aus Sicherheitsgründen stehen gelassen worden war. "Man kann sich dort schon bewegen", sagt Lohmann. Die Strecke werde mit Bergekästen ausgebaut, teilweise würden Pfeiler gesetzt. "Da kann man die Struktur des Bergwerks gut erkennen", erläutert Schmidt. Die Arbeiten an dem Kohlepfeiler werden auch 2017 fortgesetzt. Abgeschlossen ist dagegen die Erweiterung der Funktechnik und der Beleuchtung unter Tage. "Es gibt kein Funkloch mehr, wir können von jeder Stelle der Grube aus die Zentrale erreichen", sagt Lohmann.

Die Arbeiten werden von Mitarbeitern erledigt, die der Alten Zeche vom Jobcenter im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" zugewiesen sind. Die Maßnahme ist auf drei Jahre angelegt, fünf Stellen sind nach Lohmanns Worten genehmigt. "Aber die Truppe ist durch Krankheit dezimiert", sagt der Geschäftsführer. "Immerhin haben wir das erreicht, was wir wollten."

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Von Andreas Kannegießer

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