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Nachrichten Flüchtlingsunterkunft: Betreiber weist Vorwürfe zurück
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00:17 14.12.2017
Der Betreiber der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Echo-Hotel befürchtet, dass einige Anwohner seinen Ruf schädigen wollen.   Quelle: Archiv (Kannegießer)
Bantorf

  Nach einem Wasserschaden hatten sich einige Bewohner über die Zustände in dem Haus beschwert. Ihr Vorwurf: Der Betreiber tue nichts, um den Schaden zu beheben. Das stimme einfach nicht, meldet sich jetzt Betreiber Cömert Kal von der Firma A&C Hotel Hannover zu Wort.

Mehrere Bewohner hatten gegenüber dieser Zeitung beklagt, dass wesentliche Mängel in der Unterkunft nicht behoben werden. Die Zimmer seien zwar komfortabel, aber die Küche sei seit Monaten nur eingeschränkt zu nutzen. Nach dem Wasserschaden waren dort und in einem Gemeinschaftsraum Teile des Bodens entfernt worden, um die Leitungen prüfen zu können. Die Stellen, an denen die Fliesen entfernt wurden,  waren in der Küche lediglich provisorisch mit Platten abgedeckt worden – ein Verletzungsrisiko, das so nicht hinnehmbar sei, sagten die Bewohner.  Die Stadt hatte dem Betreiber daraufhin eine 14-tägige Frist zur Behebung der Missstände gesetzt. 

Diese Frist hat der Betreiber eingehalten, den Boden in der Küche repariert, den Aufenthaltsraum komplett gesperrt und den Billardtisch in den Bereich der früheren Gaststätte verlegt. In Bezug auf die Mängel habe es gespräche mit der Verwaltung gegeben. „Wir haben gefordert, dass die Schäden beseitigt werden und das ist geschehene“, sagt Erster Stadtrat Thomas Wolf. „Aus städtischer Sicht ist jetzt alles wieder in Ordnung.“ Dass die Reparatur etwas länger gedauert habe, sei allerdings nicht seine Schuld, sagt Kal. „Die Versicherung hat zunächst die Zahlung verweigert, die Handwerker haben uns auf dem Schaden sitzen lassen“, schildert er die Situation. Dadurch hätten sich die Arbeiten in die Länge gezogen.  Noch immer sei der Streit mit der Versicherung nicht geklärt, die Schäden allerdings mittlerweile behoben.  

Dass durch die Schäden jemals eine Verletzungsgefahr bestand, so wie es ihm vorgeworfen wurde, bestreitet Kal. „Eine Gefahr für die Bewohner bestand zu keinem Zeitpunkt“, betont er. Zudem habe sich auch nie jemand wegen der fehlenden Bodenfliesen verletzt, auch wenn dies von einigen Bewohnern behauptet wurde. 

Der gesperrte Aufenthaltsraum sei zudem eine reine Zusatzleistung des Betreibers, zu der er nicht vertraglich verpflichtet sei. Er habe den Raum freiwillig bereitgestellt, damit die Bewohner Billard und Tischtennis spielen konnten. Kal vermutet hinter den Beschwerden nun eine Kampagne zur Rufschädigung. „Es gibt hier Menschen, die ein Interesse daran haben, uns zu schaden“, sagt er. Anders könne er sich nicht erklären, dass ein simpler Schaden so nach außen getragen werde. „Wir vermuten, dass hier zum Teil Dinge mit Absicht manipuliert, sabotiert und zerstört werden, um uns anzuschwärzen“, sagt Kal. 

Nach seinen Angaben haben sich mutwillige Zerstörungen seit der Beschwerde gegenüber dieser Zeitung gehäuft. „Es muss einer da sein, der die Bewohner anstachelt“, sagt er und befürchtet, dass weitere Akte der Zerstörung und Sabotage folgen. Von diesen Befürchtungen habe er noch nichts gehört, sagte Wolf. Daher ist es ihm nicht möglich, sich zu den Mutmaßungen zu äußern. 

Von Lisa Malecha

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