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Nachrichten Bundestagskandidaten diskutieren über Südlink
Umland Barsinghausen Nachrichten Bundestagskandidaten diskutieren über Südlink
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00:17 18.09.2017
Roland Panter (Die Grünen), Dr. Maria Flachsbarth (CDU), Moderator Dr. Dirk Augustin, Dr. Matthias Miersch (SPD) und Harald Klotz (FDP) diskutieren über die Agrarpolitik. Quelle: Johanna Kruse
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Barsinghausen

Etwa 80 Landwirte aus der Region Hannover hatten sich am Donnerstagabend auf den Weg nach Barsinghausen gemacht, um die Ansichten der vier Bundestagskandidaten des Wahlkreises 47 von CDU, SPD, FDP und den Grünen zur Agrarpolitik zu hören. Moderiert wurde der Abend von Dirk Augustin, Leiter der Versuchswirtschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. Zu vier Themenblöcken gaben die Kandidaten jeweils innerhalb von drei Minuten ihre Meinung wieder, bevor die Diskussion begann. Das dominante Thema des Abend, das immer wieder zur Sprache kam und diverse Fragen im Publikum aufwarf, war die geplante Stromtrasse Südlink, die durch die Region Hannover verlaufen könnte.

Den beiden erfahrenen Bundestagsabgeordnenten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD), die das Projekt beide auch auf Bundesebene verfolgen, fielen die Antworten zu dem Thema sichtlich leichter als den beiden Neueinsteigern Roland Panter (Die Grünen) und Harald Klotz (FDP), was sich auch in den Redeanteilen niederschlug. Trotzdem war es Klotz, der bei dem Thema den ersten Applaus des Abends für sich beanspruchen konnte. Im Namen der FDP betonte er, dass die Partei die Forderungen des Landvolkes bedingungslos unterstützen wolle. Das Landvolk Niedersachsen hatte diese in einem 10-Punkte-Papier zusammengefasst, das unter anderem die Anpassung wiederkehrender Entschädigungszahlungen ebenso wie die Rücksichtnahme auf landwirtschaftliche Besonderheiten beinhaltet.

Bei der Notwendigkeit einer angemessenen Entschädigung der Landwirte, durch dessen Land die Erdkabel für die Trasse verlegt werden, waren sich die Kontrahenten allesamt einig - nicht aber in deren Umsetzung. "Es muss geklärt werden, ob es für die Betroffenen eine einmalige oder eine kontinuierliche Entschädigung geben wird. Da die Landwirte eventuell über Jahre Einbußen der Fruchtbarkeit haben, denke ich, dass eine periodische Zahlung für einen fairen Ausgleich besser wäre", sagte Flachsbarth.

Miersch sprach sich nicht direkt für eine der beiden Möglichkeiten aus, sondern für Abwägung der akuten Situation. "Für jeden Eingriff muss es natürlich auch eine Entschädigung geben. Laut der Bundesnetzagentur wird es aber für die Landwirte keine dauerhaften Nutzungseinschränkungen geben, deshalb könnte auch eine einmalige Zahlung möglich sein. Dies sollte aber entschieden werden, wenn es soweit ist und Fälle einzeln betrachtet werden können", bemerkte der SPD-Politiker.

Neben der Trasse diskutierten die Kandidaten auch über die Themen Zukunft der Tierhaltung, Pflanzenschutz und allgemeine Entwicklung der Agrarpolitik, die ebenfalls viele Fragen im Publikum aufwarfen.

Roland Panter (Die Grünen), Dr. Maria Flachsbarth (CDU), Moderator Dr. Dirk Augustin, Dr. Matthias Miersch (SPD) und Harald Klotz (FDP) diskutieren über die Agrarpolitik. Quelle: Johanna Kruse

Von Johanna Kruse

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