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Umland Barsinghausen Nachrichten Ehepaar lässt Kompressorenhaus sanieren
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20:38 23.02.2018
Das alte Kompressorenhaus ist eingerüstet, die Dachdeckerarbeiten haben begonnen. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

 Lange Zeit stand das alte Kompressorenhaus auf dem Zechengelände leer und drohte zu verfallen, ein erster Versuch zum Umbau für Wohn- und Gewerbezwecke scheiterte vor etwa zwei Jahren. Nun hat ein Barsinghäuser Ehepaar die Immobilie erworben und lässt das prägnante Backsteingebäude sanieren. Erste Arbeiten haben bereits begonnen.

Klaus-Dieter und Sylvia Oppermann schwärmen von ihrem Vorhaben, das gemauerte Relikt aus der Zeit des Steinkohlebergbaus mit neuem Leben zu füllen. „Das ist kein gewöhnliches Haus von der Stange, sondern das Gebäude ist ein Teil der Bergwerksgeschichte und hat viel Charakter“, erläutert Klaus-Dieter Oppermann, der eine Firma für Oberflächentechnik in Barsinghausen leitet.

Kurz vor dem Ruhestand habe er gemeinsam mit seiner Ehefrau einen neuen Wohnsitz gesucht -- und das etwa 100 Jahre alte Kompressorenhaus gefunden. „Wir haben lange überlegt, ob wir es machen sollen. Aber wir lieben alte Backsteinhäuser und sind zum Schluss gekommen: Das wär’s doch für uns“, sagt Sylvia Oppermann.

Auf der ersten Etage will sich das Ehepaar auf rund 330 Quadratmetern ein großzügiges Wohnungs-Loft einrichten. In der Höhe bleibt Platz für eine zusätzliche Galerie unter dem Dach. 

Im Erdgeschoss sollen ebenfalls auf 330 Quadratmetern die Voraussetzungen für eine gewerbliche Nutzung mit Büros oder Praxen geschaffen werden. „Für Interessenten halten wir die Möglichkeit einer individuellen Raumgestaltung offen. Darum erhält das Erdgeschoss zunächst nur eine Grundsanierung“, betont Bauherr Klaus-Dieter Oppermann.

Erhalten bleiben auf jeden Fall der industrielle Charakter und der rustikale Charme des alten Kompressorenhauses mit der Backstein-Optik. In diesen Tagen haben de Dachdecker mit ihrer Arbeit begonnen. Geplant sei, das Dach mit schwarzen Schindeln neu abzudichten. Danach erhält das Gebäude neue Fenster.

Bei den Planungen greift das Ehepaar auf die Entwürfe von Architekt Marc Cirsovius aus Hannover zurück, der vor etwa drei Jahren das Haus gekauft hatte und in eigener Regie sanieren wollte. Allerdings zerschlug sich dieses Vorhaben.

Cirsovius verkaufte die Immobilie weiter an Familie Oppermann -- und betreut nun als Architekt die Sanierungsarbeiten. Einen Hinterhaus-Anbau des Gebäudes hat Cirsovius behalten, um dort Wohnraum für eine eigene Nutzung zu schaffen

Klaus-Dieter und Sylvia Oppermann rechnen mit einer Investitionssumme von mindestens einer Million Euro für das Projekt. Dazu gehören eine Sanierung der Gebäudehülle mit Mauerwerk und Dach sowie eine komplette Erneuerung des Innenlebens mit Heizung, Elektrik, Fußboden-, Maler- und Metallarbeiten sowie weitere Gewerke.

Abbruch- und Sandstrahlarbeiten haben die Oppermanns bereits im Innenbereich erledigen lassen. Zudem ist die erste Etage für die nächsten Arbeitsschritte bereits eingerüstet.

Der Zeitplan ist eng getaktet, denn die neuen Eigentümer wollen ihr neues Wohnungs-Loft im Kompressorenhaus bereits im August beziehen. „Dann müssen wir unser altes Haus verlassen haben“, kündigt Sylvia Oppermann an.

Von Frank Hermann

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