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51. Stolperstein erinnert an Friedrich Krause

Kirchdorf 51. Stolperstein erinnert an Friedrich Krause

Zum Gedenken an die Barsinghäuser Opfer des Nationalsozialismus hat die Siegfried-Lehmann-Stiftung am Donnerstag erneut einen Stolperstein verlegen lassen: Dieser Stein liegt im Gehweg vor dem Haus an der Heinrich-Poppe-Straße 7 und erinnert an Friedrich Krause, der ein Großteil seines Lebens an dieser Adresse in Kirchdorf wohnte.

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Der Stolperstein erinnert an das Nazi-Opfer Friedrich Krause, der 1941 ermordet wurde.

Quelle: Frank Hermann

Kirchdorf. Die Stiftung hat damit die Anzahl solcher Stolpersteine im Stadtgebiet auf 51 erhöht. Ein Großteil dieser seit 2006 in Barsinghausen verlegten Steine ist jüdischen Nazi-Opfern gewidmet.

Nun wird die Aktion nach dem Vorbild des Kölner Künstlers Gunter Demnig für Menschen nichtjüdischen Glaubens fortgesetzt, die dem nationalsozialistischen Euthanasie-Tötungsprogramm zum Opfer fielen – so wie Friedrich Krause.

Krause wurde im Dezember 1906 geboren. Er erlernte den Malerberuf, besuchte die Kunstgewerbeschule und eröffnete um 1930 ein eigenes Malergeschäft in Kirchdorf. Zudem soll Krause eng mit dem Barsinghäuser Künstler Kurt Sohns zusammengearbeitet haben.

Später wurde bei Krause eine psychische Erkrankung diagnostiziert. Nach Einweisungen in die Heilanstalt Wunstorf kam der damals 34-Jährige im April 1941 auf Geheiß der Nazi-Schergen zunächst mit einem Sammeltransport in die Anstalt Idstein und wurde wenige Tage später nach Hadamar verlegt – und dort vermutlich am selben Tag im Mai 1941 ermordet.

Jugendliche aus einem Religionskurs der Goetheschule-KGS unter der Leitung von Lehrerin Elke Strehl berichteten während der Stolperstein-Verlegung aus der Biografie von Friedrich Krause. "Wir wollen mit den Stolpersteinen die Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus wachhalten und ihnen die Würde als Menschen zurückgeben", erläuterte Reinhard Dunkel von der Siegfried-Lehmann-Stiftung und würdigte dabei insbesondere das Engagement des ehemaligen Stadtarchivars Eckard Steigerwald.

Zwei Familienangehörige von Friedrich Krause nahmen an der Stolperstein-Verlegung teil – darunter Sabine Benne. "Ich finde es wundervoll und freue mich, dass dieser Stein vor dem ehemaligen Wohnhaus von Friedrich Krause endlich ein würdiges und sichtbares Andenken möglich macht", sagte die Barsinghäuserin.Der 52. Stolperstein wird am Dienstag, 26. September, zum Gedenken an Friedrich Meyer um 15.30 Uhr an der Beekestraße 3 in Landringhausen verlegt.

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Fotostrecke Barsinghausen: 51. Stolperstein erinnert an Friedrich Krause

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Von Frank Hermann

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