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00:15 25.12.2016
Der Gneis bröckelt: Henning Schrader (links) zeigt Axel Priebs die neu entstandenen Risse. Quelle: Rocktäschel
Ostermunzel

"Der Gneis bröckelt." Das hat Henning Schrader vom Dorfgemeinschaftverein in Gründung dem Umweltdezernenten der Region Hannover, Professor Axel Priebs, während der Eröffnung der Schutzhütte mitgeteilt. In den eineinhalb Jahren, die der Findling auf dem Mühlenberg steht, hätten sich viele feine Risse gebildet.

„In die Risse dringt Wasser ein und kleine Stücke vom Gneis brechen ab. Außerdem verfärbt sich der Findling“, sagte Schrader. Er schlug vor, den Gneis zu versiegeln. Priebs sagte ihm zu, dass die technischen Möglichkeiten geprüft werden. Da der Findling im Wasserschutzgebiet steht, dürfen keine Stoffe verwendet werden, die das Grundwasser gefährden könnten.

Aus dem Grund sei auch die Fundstelle nach Entfernung des Findlings, ein 3,5 Meter tiefes Loch, wieder Schicht für Schicht so aufgebaut worden, wie dies der Umgebung entspricht, erinnerte Dietrich Mörlins vom Wasserverband Garbsen-Neustadt. Dafür musste Tonmaterial aus Ostwestfalen herangefahren werden, das von der Zusammensetzung und dem Mineralgehalt her dem vorhandenen Ton genau entsprach.

Den Findling hatte Hans-Heinrich Voges im August 2014 beim Pflügen auf dem Feld der Familie Köppen an der K 253 zwischen Ostermunzel und Dedensen entdeckt. Das Alter wird auf über 1,5 Milliarden Jahre geschätzt. „Es handelt sich um einen bemerkenswerten und für Niedersachsen äußerst seltenen Fund, der viel über die Entstehung der Erde erzählen kann“, betont Priebs.

Der Gneis wurde wahrscheinlich vor 200.000 Jahren während der Saale-Eiszeit aus Skandinavien zu seinem Fundort bei Ostermunzel transportiert, urteilten Geologen vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie. Die Experten haben den Gesteinsblock als schutzwürdig eingestuft, weil Gneis-Findlinge dieser Größe im südlichen Niedersachsen nur ganz selten anzutreffen sind. Gneise zählen zu den ältesten Gesteinen und sind weltweit verbreitet. Der Findling habe sich in großer Tiefe bei extremen Druck- und Temperaturbedingungen gebildet.

Von Jörg Rocktäschel

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