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Umland Barsinghausen Nachrichten Nabu erneuert seine Kritik am Windpark
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00:28 26.03.2018
Sie bilden weiterhin den Nabu-Vorstand in Barsinghausen: Olaf von Drachenfels (von links, zweiter Vorsitzender), Elke Steinhoff (erste Vorsitzende) und Kassenwart Karl Närmann. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

 Viele Punkte sprechen nach Ansicht des Barsinghäuser Naturschutzbundes (Nabu) gegen den Bau eines Windparks mit sieben groß dimensionierten Anlagen in der Feldmark bei Egestorf.  Die Landschaft am Fuße des Deisters sei ein sehr sensibler Bereich -- insbesondere auch wegen des Grundwasserschutzes.

Nach Einschätzung der Nabu-Vorsitzenden Elke Steinhoff benötigen die bis zu 240 Meter hohen Windräder gewaltige Fundamante, die im Erdreich den Druck der Rotoren auffangen. „Dadurch kommt es zu Bewegungen und Verwerfungen, die sich auf die Wasserverhältnisse und damit auf die Grundwasserleiter auswirken“, erläutert Elke Steinhoff.

Zudem berge auch das verbaute Material für die Windräder und deren Fundamente ein Gefahrenpotenzial für das Grundwasser. „Da können Einträge in das Wasser gelangen, die in diesem wichtigen Nahrungsmittel nichts zu suchen haben“, sagt die erste Vorsitzende.

Riesige Windräder seien am geplanten Standort eine Bedrohung für viele geschützte Tierarten, zerstörten das Landschaftsbild und minderten die Lebensqualität der Anwohner in den nahen Ortslagen. „Der Windpark würde an dieser Stelle zu großen Problemen führen“, sagte Steinhoff in der Nabu-Jahresversammlung am Donnerstagsabend im ASB-Bahnhof.

Im Jahr 2018 will sich die rund 500 Mitglieder starke Ortsgruppe außerdem verstärkt um den Insektenschutz kümmern. Zur Einführung hielten der zweite Vorsitzende Olaf von Drachenfels und Kassierer Karl Närmann in der Versammlung einen Bildervortrag über Wildbienen.

Einsetzen wolle sich der Nabu für naturnahe Gärten mit einer großen Vielfalt an Blütenpflanzen. Auf diese Wiese ließe sich die Nahrungsgrundlage für die bedrohten Wildbienenarten verbessern.

Zu den weiteren Nabu-Projekten gehören die Renaturierung der Bullerbachwaldwiesen, die Streuobstwiese zwischen Barsinghausen und Hohenbostel sowie die Kooperation mit den Stadtwerken zur Pflege und Entwicklung der Ökokontoflächen in Eckerde. „Dort trägt unsere Arbeit überall schon erste Früchte“, betonte die Vorsitzende.

Bedauerlich sei jedoch, dass Stellungnahmen der Nabu-Ortsgruppe zu Bauvorhaben bei der Stadt Barsinghausen kaum Berücksichtigung finden. „Unsere Einwände, wenn es zum Beispiel um den Erhalt ortsbildprägender Bäume geht,  werden regelmäßig abgelehnt“, monierte Elke Steinhoff.

Bei den Vorstandswahlen wurden Elke Steinhoff und Olaf von Drachenfels sowie Kassierer Karl Närmann, Schriftführerin Dagmar Rohde, Jugendwartin Bettina Wassmann und Beirat Edmund Stock in ihren Ämtern bestätigt.

Von Frank Hermann

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