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Eine Tonne Flaschendeckel zum Kampf gegen Polio

Egestorf Eine Tonne Flaschendeckel zum Kampf gegen Polio

Die Aktion „Deckel gegen Polio“ hat in Barsinghausen eine ursprünglich kaum für möglich gehaltene Dimension erreicht: Gut ein Jahr nach dem Start am Deister haben die Initiatoren Ilona und Paul Kurosch mittlerweile eine Tonne Kunststoffflaschendeckel zusammengetragen. „Das sind etwa 500 000 Deckel“, sagt Paul Kurosch.

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Ilona Kurosch und ihr Mann Paul haben den Kofferraum ihres Autos mit gesammelten Kunststoffflaschendeckeln vollgeladen. Die nächste Sammelstelle ist an der IGS Mühlenberg.

Quelle: privat

Egestorf. Etwa drei Viertel dieser Menge hat das engagierte Egestorfer Ehepaar selbst bei seinem regelmäßigen Einsatz im Trinkgut-Markt von leeren Flaschen abgeschraubt. Der Rest ist von der Kundschaft von Trinkgut und der des Egestorfer Edeka-Marktes gesammelt worden. Auch die Sammeltonne, die die Kuroschs in ihrem Vorgarten am Kreuzkamp aufgestellt haben, wird immer wieder bestückt. Ein kleiner Junge aus Gehrden habe schon zweimal Deckel gebracht, berichtet Ilona Kurosch. „Dort war die Sammlung Teil eines Schulprojekts.“Die Hilfsaktion „Deckel gegen Polio“ ist ursprünglich von der Rotary-Organisation ins Leben gerufen worden. Der Erlös aus dem Verkauf und Recycling von jeweils etwa 500 Flaschendeckeln reicht für eine Schluckimpfung gegen Kinderlähmung für ein Kind in der Dritten Welt. Die Kuroschs widmen sich seit Mitte 2016 diesem Hilfsprojekt mit viel Elan. Sie verbringen regelmäßig viele Stunden vor allem im Trinkgut-Markt, um die Flaschendeckel von den zurückgebrachten Pfandflaschen abzuschrauben und einzusammeln. Die Säcke mit den Deckeln transportiert das Ehepaar stets zur nächsten regionalen Sammelstelle an der IGS Mühlenberg. In den vergangenen Wochen waren die Kuroschs beide wegen Verletzungen am Daumen beziehungsweise dem Unterarm beim Deckelschrauben außer Gefecht gesetzt. „Wir machen weiter, sobald wir wieder fit sind“, bekräftigt Paul Kurosch. Sein Wunsch: Noch mehr Menschen als bisher könnten die Hilfsaktion unterstützen, indem sie Kunststoff-Schraubverschlüsse sammeln und abgeben.

Von Andreas Kannegießer

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