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18:33 31.10.2014
Von Jörg Rocktäschel
Nun steht es fest. Der Findling bei Ostermunzel ist ein Naturdenkmal. Quelle: Rocktäschel
Barsinghausen

Der mindestens 30 Tonnen schwere Brocken ist allerdings noch nicht offiziell in die Liste der Naturdenkmale aufgenommen worden. Darüber muss die Regionsversammlung formell entscheiden.

Den Findling zu entfernen wird deutlich teurer als ursprünglich geschätzt. Über 20.000 Euro lautet das Angebot, das eine Fachfirma bei der Region Hannover abgegeben hat. Im September war man noch von einem vierstelligen Betrag ausgegangen.

„Es ist die einzige Firma, die in der Lage ist, den Findling aus der Erde herauszuholen“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Der Auftrag sei allerdings noch nicht vergeben. Das Rechnungsprüfungsamt und der zuständige Dezernent müssen noch zustimmen. Alternativen gebe es aber nicht. „Der Stein muss runter vom Acker, und zertrümmert werden darf er nicht“, erläutert Abelmann.

Landwirt Hans-Heinrich Voges, der den Findling im August beim Pflügen auf dem Feld an der K 253 zwischen Ostermunzel und Dedensen entdeckte, hat inzwischen Raps ausgesät. Allerdings hat er einen breiten Streifen ausgelassen, damit Spezialfahrzeuge an die Fundstelle herankönnen.

Der Findling ist wahrscheinlich während der Saale-Eiszeit vor 200.000 bis 250.000 Jahren aus Skandinavien ins Calenberger Land transportiert worden. Er hat einen Umfang von rund zehn Metern. Wie tief er tatsächlich in die Erde hineinreicht, ist immer noch nicht bekannt. Die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Munzel möchte den Findling auf dem Mühlenberg aufstellen - direkt neben dem Rastplatz, den der pensionierte Landwirt Heino Borges gestaltet hat.

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