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G-Judo beim TSV: Sport als Mittel der Inklusion

Barsinghausen G-Judo beim TSV: Sport als Mittel der Inklusion

Die Judo-Sparte des TSV Barsinghausen hat ihr Angebot erweitert. G-Judo heißt das neueste Projekt und richtet sich vor allem an Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen.

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Beim G-Judo des TSV Barsinghausen trainieren Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam.

Quelle: Marcel Sacha

Barsinghausen.  Für Claudia Thieme ist das Thema Inklusion eine Herzensangelegenheit. Die Judo-Trainerin des TSV Barsinghausen engagiert sich seit Jahren für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen. Als Kursleiterin eines neuen Angebots der Judo-Sparte des TSV kann sie dies auf vertrautem Terrain tun. G-Judo heißt das neue Projekt, das sich besonders an den Fähigkeiten benachteiligter Kinder orientiert.

G-Judo stammt aus den Niederlanden und steht für „Judo für Gehandicapte“. Die fernöstliche Kampfsportart  wird von Medizinern immer wieder als vielseitige Sportart empfohlen – auch für Menschen, die an Autismus oder Epilepsie erkrankt sind. „Die Techniken, die beim Judo zum Einsatz kommen, sind nicht exakt vorgeschrieben“, erklärt Thieme. Daher könne die Sportart auch individuell angepasst werden.

Claudia Thieme leitet den neues Kurs der Judo-Sparte

Claudia Thieme leitet den neues Kurs der Judo-Sparte.

Quelle: Marcel Sacha

Dabei spricht Thieme aus Erfahrung. Vor 18 Jahren trug sie bei einem Autounfall schwere Verletzungen an der Wirbelsäule davon. „Mein Arzt sagte damals, dass ich nie wieder Sport treiben könne.“ Doch es kam ganz anders. Der Judo-Sport brachte sie zurück ins Leben und wieder in Form. Mittlerweile steht sie sogar kurz davor, den schwarzen Gürtel und damit den Meistergrad zu erlangen.

Der Kurs, den Thieme seit Februar beim TSV betreut, ist jedoch nicht nur für Kinder mit Behinderungen geeignet. „Wir lassen das Angebot bewusst offen“, sagt sie. Denn neben den Wurf- und Klammertechniken wolle die Trainerin vor allem Verständnis für die Gehandicapten vermitteln. Sie sei davon überzeugt, dass Behinderte in die Gesellschaft integriert werden sollten – auch im Sport. Um dennoch allen Teilnehmern und deren Fertigkeiten gerecht werden zu können, geht Thieme auf jedes Kind individuell ein und passt den Trainingsinhalt jeweils entsprechend an.

Das Angebot der Judo-Sparte richtet sich an alle Kinder ab sechs Jahren. Trainiert wird jeden Dienstag von 16.30 bis 18 Uhr im Dojo der Goetheschule. Anmeldungen und Rückfragen sind beim Spartenleiter Jan Sievers telefonisch unter (0 51 05) 52 98 21 oder per E-Mail an leitung@ju-ju-ba.de möglich.

Beim G-Judo des TSV Barsinghausen trainieren Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam

Beim G-Judo des TSV Barsinghausen trainieren Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam.

Quelle: Marcel Sacha

Von Marcel Sacha

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